Wirtschaft und Arbeit

Handwerk weiter optimistisch

Geschäftsklimaindex auf hohem Niveau – Problem Fachkräftemangel – Region Lüneburg weniger positiv

Gute Stimmung im Handwerk: Der Geschäftsklimaindex der Handwerkskammer ist weiter auf hohem Niveau stabil. Grafik: HandwerkskammerLüneburg, 19.10.2017 - Die gute wirtschaftliche Entwicklung im regionalen Handwerk hält an. Laut aktueller Herbstkonjunkturumfrage der Handwerkskammer Braunschweig-Lüneburg-Stade erreicht der Geschäftsklimaindex im dritten Quartal 2017 erneut den Spitzenwert von 78 Punkten aus dem Vorjahr. "94 Prozent der befragten Handwerksbetriebe sind mit ihrer Geschäftslage zufrieden. Darunter sind 61 Prozent, die sogar zu dem Urteil kommen: Es läuft richtig gut", sagt Kammerhauptgeschäftsführer Eckhard Sudmeyer.

Runder Tisch für sichere Bahnstrecken gefordert

Metronom Eisenbahngesellschaft beklagt Behinderungen durch unzureichenden Grünschnitt

Uelzen, 09.10.2017 - Die heftigen Verwüstungen, die Orkantief Xavier in der vergangenen Woche in Norddeutschland angerichtet hat, und die damit verbundenen Behinderungen im Bahnverkehr sind für die Metronom Eisenbahngesellschaft "ein untragbarer Zustand". Das Uelzener Unternehmen fordert deshalb die Einrichtung eines runden Tisches "Grünschnitt". "Bisher gab es glücklicherweise noch keine größeren Unfälle, trotzdem ist nicht nur der wirtschaftliche Schade groß", betont Metronom-Pressesprecher Björn Pamperin.

Aline Henke will neue IHK-Präsidentin werden

Unternehmerin aus Hankensbüttel soll Nachfolge für zurückgetretenen Olaf Kahle antreten

Aline Henke bewirbt sich um das Präsidenten-Amt der IHK Lüneburg-Wolfsburg. Foto: Wege/IHKLüneburg, 28.09.2017 - Das Präsidium der Industrie- und Handelskammer (IHK) Lüneburg-Wolfsburg hat eine Nachfolgerin für das Amt des Präsidenten nominiert: Aline Henke (44), bisherige Vize-Präsidentin, stellt sich auf einer Sonder-Vollversammlung am 18. Oktober in Celle zur Wahl. Nach dem Rücktritt des ehemaligen IHK-Präsidenten Olaf Kahle Mitte September sprach sich das Präsidium der IHK einstimmig für eine Kandidatur Henkes aus. Nun entscheidet die Vollversammlung, wer das Amt bis Ende des nächsten Jahres innehaben wird. Dann endet die aktuelle Legislaturperiode.

Olaf Kahle wählt den Abgang

IHK-Präsident zieht Konsequenzen aus gescheiterten Fusionsplänen mit Braunschweig 

Scheiterte an seinen Fusionsplänen mit der IHK Braunschweig: IHK-Präsident Olaf Kahle. Foto: IHK/WegeLüneburg, 12.09.2017 - Überraschende Personalie bei der IHK Lüneburg-Wolfsburg: Olaf Kahle, Präsident der Industrie- und Handelskammer (IHK) Lüneburg-Wolfsburg, hat heute dem Präsidium sowie den Vollversammlungsmitgliedern und Mitarbeitern seinen Rücktritt mit sofortiger Wirkung mitgeteilt. Unter anderem sieht Kahle sich nach eigenem Bekunden nicht in der Lage, den von der Vollversammlung in der vergangenen Woche gefassten Beschluss über eine vertiefte Zusammenarbeit mit der IHK Braunschweig nach außen zu vertreten. Kahle war vor fünf Jahren zum Präsidenten gewählt worden, seine offizielle Amtszeit hätte Ende 2018 geendet. Dann findet auch die turnusmäßige Vollversammlungswahl der IHK Lüneburg-Wolfsburg statt.

Fusion jetzt über Umwege?

Kommunalpolitiker gegen Pläne der IHK Lüneburg-Wolfsburg für eine Konföderation mit Braunschweig

Lüneburg, 04.09.2017 - Erst Fusion, nun Konföderation: Laut einer Stellungnahme dreier Landräte und Lüneburgs Oberbürgermeister Ulrich Mädge strebt die Industrie- und Handelskammer (IHK) Lüneburg-Wolfsburg einen solchen Zuzsammenschluss mit der IHK Braunschweig an. In einer gemeinsamen Presseerklärung kritisieren die Landräte Michael Roesberg (Stade), Manfred Nahrstedt (Lüneburg), Rainer Rempe (Landkreis Harburg) und Lüneburgs Oberbürgermeister entsprechende Pläne der beiden Kammern. Sie sehen darin lediglich den Auftakt zur endgültigen Fusion, die bereits starke Gegenreaktionen hervorgerufen hatte.

Unternehmen müssen Mitglied bleiben

Gericht bestätigt Zulässigkeit der Pflichtmitgliedschaft in IHKs

Unternehmen müssen weiterhin Mitglied einer Kammer sein, das bestätigte jetzt das Bundesverfassungsgericht. Foto: LGheuteLüneburg, 03.08.2017 - Die Pflichtmitgliedschaft in Industrie- und Handelskammern und die daran gebundene Beitragspflicht sind verfassungsrechtlich nicht zu beanstanden. Dies hat das Bundesverfassungsgericht jetzt in einem Beschluss bekräftigt. Die Richter des Ersten Senats haben damit die Verfassungsbeschwerden von zwei IHK-Mitgliedern zurückgewiesen. "Mit diesem Beschluss stärkt das Bundesverfassungsgericht erneut die Selbstverwaltung in Deutschland. Wir freuen uns auch darüber, dass das Gericht die demokratische Legitimation der IHKs hervorgehoben hat. Das ist Ansporn für unsere Arbeit in der Vollversammlung", sagt Olaf Kahle, Präsident der Industrie- und Handelskammer (IHK) Lüneburg-Wolfsburg.

Handel blickt düster in die Zukunft

Umsatzerwartungen von Einzelhandel und Dienstleistern sinken stark – Industrie weiter optimistisch  

Der IHK-Konjunkturklimaindex für den Monat Juli. Grafik: IHKLüneburg, 15.07.2017 - Die regionale Wirtschaft läuft weiterhin branchenübergreifend rund. Zu dieser Einschätzung kommt die Industrie- und Handelskammer (IHK) Lüneburg-Wolfsburg in ihrer aktuellen Konjunkturumfrage. Darin bewerten mehr als 90 Prozent der Betriebe die derzeitige Geschäftslage als gut oder befriedigend. Der Konjunkturklimaindex, der sich aus den Bewertungen von rund 270 Unternehmen zur Geschäftslage und den Erwartungen für die kommenden zwölf Monate zusammensetzt, erreichte mit 121 erneut einen hohen Wert. Weniger gut als die aktuelle Geschäftslage fielen allerdings in einigen Wirtschaftsbereichen die Erwartungen aus.

Nachhaken beim Urlaubsgeld

Gewerkschaft NGG: Extra-Zahlung ist tariflich vereinbart

Lüneburg, 12.07.2017 - Augen auf beim Urlaubsgeld: Die Gewerkschaft Nahrung-Genuss-Gaststätten (NGG) rät Beschäftigten im Landkreis Lüneburg, sich von ihrem Chef nicht um die Extra-Zahlung bringen zu lassen. Zwar gebe es keinen gesetzlichen Anspruch auf ein Urlaubsgeld, erklärt Geschäftsführer Steffen Lübbert, „aber im Hotel- und Gastgewerbe oder der Lebensmittelindustrie hat die Gewerkschaft die Sonderzahlung nach einjähriger Betriebszugehörigkeit durch Tarifverträge fest geregelt."

Runter mit den Steuern

CDU-Mittelstandsvereinigung fordert Entlastung für Bürger und Betriebe 

Lüneburg, 18.05.2017 - Die aktuelle Steuerschätzung offenbart aus Sicht der Mittelstands- und Wirtschaftsvereinigung der CDU in Lüneburg (MIT) die Notwendigkeit von Steuersenkungen. "Die Steuerquellen sprudeln, der Fiskus jagt von Steuerrekord zu Steuerrekord. Es ist deshalb dringend an der Zeit, dass der Staat den Bürgern mehr von ihrem hart erarbeiteten Lohn belässt", sagt Peter Luths, Vorsitzender der MIT Lüneburg. Die Steuerschätzung ist Grundlage der Haushaltsplanungen von Bund, Ländern und Kommunen – damit auch von Lüneburg.

Über den Betrug an den Müttern

Mit einer Lesung einer Wirtschaftsjournalistin hofft die lokale Wirtschaft auf mehr arbeitswillige Frauen 

Lüneburg, 17.05.2017 - Über die "Herausforderungen berufstätiger Mütter" spricht die Wirtschaftsjournalistin Stefanie Bilen am 30. Mai um 19.30 Uhr bei einer Lesung aus ihrem Buch "Mut zu Kindern und Karriere – 40 Working Moms erzählen, wie es funktionieren kann". In Wirklichkeit aber ist es das genaue Gegenteil: Die Zumutung nämlich, von Frauen nicht nur die Last der Erziehung, sondern auch noch den alltäglichen Kampf in einem anspruchsvollen Vollzeitjob zu erwarten. Denn nicht das Wohl von Mutter und Kind steht im Mittelpunkt, sondern die Sorge um eine immer größer werdende Fachkräftelücke in der Wirtschaft. Das wird sogar offen zugegeben.