Wirtschaft und Arbeit

Urlaub steht bei Lüneburgern hoch im Kurs

Kreis-Bewohner geben 489 Millionen Euro pro Jahr für den Tourismus aus 

Ob Pauschalreise oder Caravaning: Die Lüneburger geben für ihren Urlaub besonders viel Geld aus. Foto: nghHannover, 21.11.2017 - Die Bewohner von Stadt und Landkreis Lüneburg reisen nicht nur gern, sie greifen dafür auch besonders tief in die Tasche. Insgesamt geben sie nahezu 489 Millionen Euro pro Jahr für den Tourismus aus – von der Landpartie bis zur Pauschalreise und von der Radtour bis zum Städtetrip. Das geht aus einer regionalen Tourismus-Datenanalyse hervor, die das Pestel-Institut jetzt erstmals für die Initiative "Auf Zukunft gebucht“ der Tourismuswirtschaft gemacht hat. Diese wollte wissen, wie viel das touristische Erleben den Menschen in der Region wert ist.

Weiter positive Stimmung am Arbeitsmarkt

Arbeitslosenzahlen erneut gesunken – Zahl der arbeitslosen Geflüchteten steigt

Die positive Entwicklung am Arbeitsmarkt hält weiter an. Grafik: LGheuteLüneburg, 03.11.2017 - Die positive Entwicklung am Arbeitsmarkt hält weiter an. Im Oktober waren bei den Arbeitsagenturen und Jobcentern im Bezirk der Agentur für Arbeit Lüneburg-Uelzen 14.337 Frauen und Männer arbeitslos gemeldet. Die Arbeitslosenzahl nahm gegenüber September um 366 Personen (2,5 Prozent) ab. Im Vergleich zu Oktober 2016 verringerte sich die Arbeitslosigkeit um 513 Personen (3,5 Prozent). Die Arbeitslosenquote lag bei 4,8 Prozent und damit 0,1 Prozentpunkte unter dem Vormonatsniveau. Für Oktober letzten Jahres war eine Quote von 5,0 Prozent berechnet worden, berichtet die Arbeitsagentur.

Regen vermiest Fahrgast-Bilanz

Zahl der Nutzer des Heide-Shuttles ging um sieben Prozent zurück

Die Busse des Heide-Shuttles im Naturpark Lüneburger Heide mussten in diesem Jahr einen Rückgang bei den Nutzern verzeichnen. Foto: Naturpark Lüneburger HeideWinsen/L., 24.10.2017 - Der regnerische Sommer und Herbst ging auch an den vier Busringlinien im Naturpark Lüneburger Heide nicht spurlos vorbei. In den Heide-Shuttle Ringen, die vom 15. Juli bis 15. Oktober zwischen Soltau und Buchholz vier bis sechs Mal am Tag ihre Kreise zogen, zählten die Organisatoren dieses Jahr knapp 59.000 Fahrgäste. "Das sind rund sieben Prozent weniger Fahrgäste als im Vorjahr", resümierte Naturparkgeschäftsführerin Hilke Feddersen. "Auch wir konnten feststellen, dass an Regentagen und besonders an vorhergesagten 'Schlecht-Wetter-Wochenenden' die Fahrgastzahlen runtergehen." 

Handwerk weiter optimistisch

Geschäftsklimaindex auf hohem Niveau – Problem Fachkräftemangel – Region Lüneburg weniger positiv

Gute Stimmung im Handwerk: Der Geschäftsklimaindex der Handwerkskammer ist weiter auf hohem Niveau stabil. Grafik: HandwerkskammerLüneburg, 19.10.2017 - Die gute wirtschaftliche Entwicklung im regionalen Handwerk hält an. Laut aktueller Herbstkonjunkturumfrage der Handwerkskammer Braunschweig-Lüneburg-Stade erreicht der Geschäftsklimaindex im dritten Quartal 2017 erneut den Spitzenwert von 78 Punkten aus dem Vorjahr. "94 Prozent der befragten Handwerksbetriebe sind mit ihrer Geschäftslage zufrieden. Darunter sind 61 Prozent, die sogar zu dem Urteil kommen: Es läuft richtig gut", sagt Kammerhauptgeschäftsführer Eckhard Sudmeyer.

Runder Tisch für sichere Bahnstrecken gefordert

Metronom Eisenbahngesellschaft beklagt Behinderungen durch unzureichenden Grünschnitt

Uelzen, 09.10.2017 - Die heftigen Verwüstungen, die Orkantief Xavier in der vergangenen Woche in Norddeutschland angerichtet hat, und die damit verbundenen Behinderungen im Bahnverkehr sind für die Metronom Eisenbahngesellschaft "ein untragbarer Zustand". Das Uelzener Unternehmen fordert deshalb die Einrichtung eines runden Tisches "Grünschnitt". "Bisher gab es glücklicherweise noch keine größeren Unfälle, trotzdem ist nicht nur der wirtschaftliche Schade groß", betont Metronom-Pressesprecher Björn Pamperin.

Aline Henke will neue IHK-Präsidentin werden

Unternehmerin aus Hankensbüttel soll Nachfolge für zurückgetretenen Olaf Kahle antreten

Aline Henke bewirbt sich um das Präsidenten-Amt der IHK Lüneburg-Wolfsburg. Foto: Wege/IHKLüneburg, 28.09.2017 - Das Präsidium der Industrie- und Handelskammer (IHK) Lüneburg-Wolfsburg hat eine Nachfolgerin für das Amt des Präsidenten nominiert: Aline Henke (44), bisherige Vize-Präsidentin, stellt sich auf einer Sonder-Vollversammlung am 18. Oktober in Celle zur Wahl. Nach dem Rücktritt des ehemaligen IHK-Präsidenten Olaf Kahle Mitte September sprach sich das Präsidium der IHK einstimmig für eine Kandidatur Henkes aus. Nun entscheidet die Vollversammlung, wer das Amt bis Ende des nächsten Jahres innehaben wird. Dann endet die aktuelle Legislaturperiode.

Olaf Kahle wählt den Abgang

IHK-Präsident zieht Konsequenzen aus gescheiterten Fusionsplänen mit Braunschweig 

Scheiterte an seinen Fusionsplänen mit der IHK Braunschweig: IHK-Präsident Olaf Kahle. Foto: IHK/WegeLüneburg, 12.09.2017 - Überraschende Personalie bei der IHK Lüneburg-Wolfsburg: Olaf Kahle, Präsident der Industrie- und Handelskammer (IHK) Lüneburg-Wolfsburg, hat heute dem Präsidium sowie den Vollversammlungsmitgliedern und Mitarbeitern seinen Rücktritt mit sofortiger Wirkung mitgeteilt. Unter anderem sieht Kahle sich nach eigenem Bekunden nicht in der Lage, den von der Vollversammlung in der vergangenen Woche gefassten Beschluss über eine vertiefte Zusammenarbeit mit der IHK Braunschweig nach außen zu vertreten. Kahle war vor fünf Jahren zum Präsidenten gewählt worden, seine offizielle Amtszeit hätte Ende 2018 geendet. Dann findet auch die turnusmäßige Vollversammlungswahl der IHK Lüneburg-Wolfsburg statt.

Fusion jetzt über Umwege?

Kommunalpolitiker gegen Pläne der IHK Lüneburg-Wolfsburg für eine Konföderation mit Braunschweig

Lüneburg, 04.09.2017 - Erst Fusion, nun Konföderation: Laut einer Stellungnahme dreier Landräte und Lüneburgs Oberbürgermeister Ulrich Mädge strebt die Industrie- und Handelskammer (IHK) Lüneburg-Wolfsburg einen solchen Zuzsammenschluss mit der IHK Braunschweig an. In einer gemeinsamen Presseerklärung kritisieren die Landräte Michael Roesberg (Stade), Manfred Nahrstedt (Lüneburg), Rainer Rempe (Landkreis Harburg) und Lüneburgs Oberbürgermeister entsprechende Pläne der beiden Kammern. Sie sehen darin lediglich den Auftakt zur endgültigen Fusion, die bereits starke Gegenreaktionen hervorgerufen hatte.

Unternehmen müssen Mitglied bleiben

Gericht bestätigt Zulässigkeit der Pflichtmitgliedschaft in IHKs

Unternehmen müssen weiterhin Mitglied einer Kammer sein, das bestätigte jetzt das Bundesverfassungsgericht. Foto: LGheuteLüneburg, 03.08.2017 - Die Pflichtmitgliedschaft in Industrie- und Handelskammern und die daran gebundene Beitragspflicht sind verfassungsrechtlich nicht zu beanstanden. Dies hat das Bundesverfassungsgericht jetzt in einem Beschluss bekräftigt. Die Richter des Ersten Senats haben damit die Verfassungsbeschwerden von zwei IHK-Mitgliedern zurückgewiesen. "Mit diesem Beschluss stärkt das Bundesverfassungsgericht erneut die Selbstverwaltung in Deutschland. Wir freuen uns auch darüber, dass das Gericht die demokratische Legitimation der IHKs hervorgehoben hat. Das ist Ansporn für unsere Arbeit in der Vollversammlung", sagt Olaf Kahle, Präsident der Industrie- und Handelskammer (IHK) Lüneburg-Wolfsburg.

Handel blickt düster in die Zukunft

Umsatzerwartungen von Einzelhandel und Dienstleistern sinken stark – Industrie weiter optimistisch  

Der IHK-Konjunkturklimaindex für den Monat Juli. Grafik: IHKLüneburg, 15.07.2017 - Die regionale Wirtschaft läuft weiterhin branchenübergreifend rund. Zu dieser Einschätzung kommt die Industrie- und Handelskammer (IHK) Lüneburg-Wolfsburg in ihrer aktuellen Konjunkturumfrage. Darin bewerten mehr als 90 Prozent der Betriebe die derzeitige Geschäftslage als gut oder befriedigend. Der Konjunkturklimaindex, der sich aus den Bewertungen von rund 270 Unternehmen zur Geschäftslage und den Erwartungen für die kommenden zwölf Monate zusammensetzt, erreichte mit 121 erneut einen hohen Wert. Weniger gut als die aktuelle Geschäftslage fielen allerdings in einigen Wirtschaftsbereichen die Erwartungen aus.