Kultur und Bildung

Hannover verlangt Zahlen zu Leuphana-Neubau

Risikoanalyse zu möglichen weiteren Kosten gefordert - Erneut Verzögerungen durch fehlenden Finanzierungsplan möglich

Hannover, 21.10.2013 - Der Druck auf die Leuphana Universität Lüneburg wegen der Kostensteigerungen beim Bau ihres neuen Zentralgebäudes nimmt zu. Heute hat das Niedersächsische Ministerium für Wissenschaft und Kultur die Universität aufgefordert, Unterlagen vorzulegen, die einen Vergleich zwischen den bereits entstandenen Kosten und den vorgelegten Mehrkosten sowie noch möglicher Risiken zuließen. Auslöser ist der Niedersächsische Landesrechnungshof (LRH), der jetzt eine Wirtschaftlichkeitsbetrachtung zum neuen Zentralgebäude erwartet. "Das ist nicht nur nachvollziehbar, sondern sinnvoll", sagte die Niedersächsische Wissenschaftsministerin Gabriele Heinen-Kljajic heute in Hannover.

Leuphana-Neubau verteuert sich um 18 Millionen Euro

Hannover fordert Bericht der Universität - OB Mädge: Anteil der Hansestadt Lüneburg soll nicht steigen

Hannover/Lüneburg, 18.10.2013 - Die Kosten für den Bau ihres neuen Zentralgebäudes hat die Leuphana Universität Lüneburg jetzt mit rund 76 Millionen Euro brutto beziffert. Wie das Ministerium für Wissenschaft und Kultur in Hannover heute mitteilt, wurde dieser Betrag dem Land mit der Nachtragsplanung am 30. September 2013 vorgelegt. Im Vergleich dazu lagen die Kosten bei der letzten Befassung des Ausschusses für Haushalt und Finanzen im Jahre 2011 noch bei knapp 58 Millionen Euro brutto. Damit beträgt die Kostensteigerung aktuell rund 18 Millionen Euro. Die Angaben sind Berechnungen der Hochschule, die jetzt von der Oberfinanzdirektion und vom Landesrechnungshof geprüft werden.

Wie kommt man zur Kultur?

Kulturmonitoring gibt Auskunft über kulturelle Infrastruktur und Nutzerverhalten in Niedersachsen

Hannover, 07.10.2013 - Niedersachsen verfügt über keinen geringen Schatz an kulturellen Angeboten. Museen, Theater, Opern, Kinos, Konzert- und Veranstaltungshäuser sind nur ein Teil davon. Das Problem: Die Kulturangebote erreichen in der Regel nicht alle Bevölkerungsgruppen, am wenigsten die bildungsfernen Schichten. Die Landesregierung in Hannover will das ändern. Als Grundlage dafür dienen ihr Daten eines vom Land beauftragten repräsentativen Kulturmonitorings. Es gibt unter anderem Aufschluss über die kulturelle Infrastruktur, die Kulturinteressen und das Nutzerverhalten von mehr als 2.000 Befragten. Danach zeigten sich 78 Prozent der Niedersachsen grundsätzlich zufrieden mit dem Kulturangebot, Verbesserungswünsche gibt es regional bei Erreichbarkeit, Eintrittspreisen und bei Angeboten für jüngere Menschen.

Hannover vergibt Literaturstipendien

Hannover, 06.10.2013 - Autoren und Übersetzer können sich bis zum 15. Januar für eines von vier unterschiedlichen Literaturstipendien bewerben, die das Land jetzt für 2014 ausgeschrieben hat. Das Niedersächsische Ministerium für Wissenschaft und Kultur stellt dafür insgesamt 45.000 Euro bereit. Vergeben werden ein Jahresstipendium, bis zu drei Arbeitsstipendien, ein Übersetzer- sowie ein Autorenstipendium für Kinder- und Jugendliteratur. Die Auswahl erfolge auf fachliche Empfehlung der Niedersächsischen Literaturkommission, teilte das Ministerium mit.

Mehr Platz zum Essen

Speiseraum der Dahlenburger Oberschule soll erweitert werden

Lüneburg, 19.09.2013 - Die Oberschule Dahlenburg soll einen größeren Speiseraum bekommen. Für eine entsprechende Empfehlung sprach sich der Schulausschuss des Landkreises Lüneburg einstimmig am vergangenen Dienstag aus. 165.000 Euro sollen von der Kreisschulbaukasse für die notwendigen Haushaltsmittel und die Ausstattungsergänzung für die Ausgabeküche zur Verfügung gestellt werden. Über die endgültige Freigabe der Mittel entscheidet der Kreistag im Rahmen des Haushaltes für 2014.

Vom Gesellen zum Akademiker

Hannover, 19.09.2013 - Gesellen, Meister und andere beruflich qualifizierte Personen, die über eine ausreichende Berufserfahrung verfügen, können in Niedersachsen studieren. Sie müssen dafür keine Eingangsprüfung ablegen. "Vielfach ist gar nicht bekannt, dass Personen mit einer dreijährigen Berufsausbildung und drei Jahren Berufserfahrung ein Studium aufnehmen können", teilt die Servicestelle Offene Hochschule Niedersachsen gGmbH mit. Sie wurde vom Land Niedersachsen eingerichtet, um möglichst vielen Berufstätigen ohne Abitur den Einstieg ins Studium zu erleichtern.

Kulturförderpreis für Musik und Malerei vergeben

Kuratorium vergibt Preis an Anja Struck und Annabelle Mierzwa

Lüneburg, 16.09.2013 - Feierlich ging es am vergangenen Freitag, 13. September, bei der Vergabe des Kulturförderpreises 2013 in der Domäne Scharnebeck zu. Ausgezeichnet wurden die Malerin Anja Struck und die Musical-Darstellerin Annabelle Mierzwa. "Kulturelle Angebote machen reich", sagte Landrat Manfred Nahrstedt vor den rund 60 Anwesenden, "und Kultur ist für den Landkreis Lüneburg unverzichtbar.“ Deshalb vergibt der Landkreis Lüneburg seit 2009 wieder regelmäßig den Kulturförderpreis, der mit 1.000 Euro dotiert ist. 

Im Land der Analphabeten

Hannover richtet neue Grundbildungszentren ein - 8. September ist Weltalphabetisierungstag

Hannover, 07.09.2013 - Etwa 750.000 Erwachsene in Niedersachsen können weder lesen noch schreiben. Diese Zahl nannte jetzt das Niedersächsische Ministerium für Wissenschaft und Kultur anlässlich des morgen stattfindenden Weltalphabetisierungstages. Bundesweit können nach der sogenannten Level-One Studie (leo) der Universität Hamburg 7,5 Millionen Erwachsene nicht lesen und schreiben, weltweit gelten ein Fünftel aller erwachsenen Menschen als Analphabeten. In Niedersachsen sollen neben Lüneburg, Braunschweig, Hannover, Oldenburg und Osnabrück nun drei weitere Grundbildungszentren eingerichtet werden. 

Denkmale öffnen ihre Tore

Lüneburg, 05.09.2013 - Viele historische Bauten und Stätten öffnen am Tag des offenen Denkmals am kommenden Sonntag, 8. September, ihre Türen. Im Landkreis Lüneburg stehen an diesem Tag gleich mehrere Denkmale offen. Neben verschiedenen Denkmalen in der historischen Hansestadt Lüneburg lohnt zum Beispiel der St. Nikolaihof in Bardowick einen Besuch. Die ältesten Gebäudeteile stammen aus dem 13. Jahrhundert. Die Kapelle des St. Nikolaihofs wurde bis vor kurzem saniert und kann nun wieder besucht werden. Geöffnet ist sie von 14.30 bis 18 Uhr, es finden verschiedene Führungen statt.

Schon wieder ein Problem für die Leuphana

Landesregierung stimmt Erweiterungsplänen für Libeskind-Bau nicht zu

Hannover, 20.08.2013 - Das neue Zentralgebäude will der Leuphana Universität Lüneburg einfach kein Glück bringen. Heute hat das Niedersächsische Ministerium für Wissenschaft und Kultur (MWK) angekündigt, Änderungen im Raumprogramm für den Libeskind-Bau, die zu einer Vergrößerung der bislang genehmigten Flächen führen, kritisch zu prüfen. "Nach dem aktuellen Stand der Unterlagen können wir dem Anliegen der Leuphana Universität Lüneburg nicht zustimmen, die Flächen auszuweiten, weil dies zusätzliche Kosten verursachen und die rechtzeitige Fertigstellung der Baumaßnahme gefährden würde", sagte die Niedersächsische Ministerin für Wissenschaft und Kultur, Gabriele Heinen-Kljajic, heute in Hannover.