Konflikt um Gymnasium Oedeme beigelegt

Auch Schüler aus Oedeme dürfen Schule künftig besuchen

Das Gymnasium Oedeme gehört seit Jahren zu den am stärksten angewählten Gymnasien in Lüneburg. Foto: LGheuteLüneburg, 01.03.2018 - Der Konflikt um den Zugang von Lüneburger Schülern zum Gymnasium Oedeme ist offenbar beigelegt. Für das kreiseigene Gymnasium Oedeme hat der Kreistag bei seiner Sitzung am vergangenen Montag eine Lösung gefunden. Danach sollen Schüler aus dem Landkreis Lüneburg und aus dem Lüneburger Stadtteil Oedeme ab dem kommenden Schuljahr 2018/19 bevorzugt auf dem Gymnasium aufgenommen werden. Kinder aus Häcklingen und Rettmer hingegen sollen künftig an den städtischen Gymnasien lernen.

Für diesen Vorschlag der Verwaltung stimmte der Kreistag einstimmig. Zuvor war er bereits durch die Schulausschüsse von Hansestadt und Landkreis Lüneburg gegangen.

"Die Schulträgerschaft für die Stadtteile Häcklingen und Rettmer wird vom Landkreis an die Hansestadt übergehen", erklärte Martin Wiese vom Fachbereich Soziales, diese Entscheidung sei durch ein Gerichtsurteil notwendig geworden (LGheute berichtete). Weil dadurch am Johanneum und an der Herderschule zusätzlicher Bedarf an neuen Klassenräume entstehe, werde der Landkreis dafür erforderliche Finanzmittel bereitstellen. Zugleich soll angestrebt werden, das Gymnasium Oedeme künftig sechszügig zu führen – das sind maximal 180 Kinder pro Jahrgang. Derzeit wird achtzügig unterrichtet. 

Eine weitere Entscheidung des Kreistages: Kinder, die Nachmittagsangebote an Grundschulen in Anspruch nehmen, werden künftig bei der Schülerbeförderung stärker berücksichtigt. In der Vergangenheit gab es mehrere Anfragen an den Landkreis, ob die bestehenden oder geplanten Ganztagsschulen besser an den Schulbusverkehr angebunden werden können. Bislang gab es für die Schulen nur vor und nach den Lehr- und Unterrichtsveranstaltungen eine Anbindung, allerdings nicht in jedem Fall auch nach den freiwilligen Nachmittagsangeboten.

 

 

Themen-Links: