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Aufgelesen

Aufgelesen: Stempel drauf

Foto: LGheute18.05.2021 - Die "alten weißen Männer" als gern gebrauchtes abschreckendes Beispiel vermeintlich Aufgeklärter für eine angeblich verbohrte, sexistische, egoistische und integrationsunwillige Gruppe, die gibt es schon. Nun aber wird das nächste Stigma produziert: "Die Älteren". Sie nämlich sollen es sein, die den Jüngeren den Impfstoff klauen und ihnen damit das Recht auf ein Corona-zwangsbefreites Leben nehmen. Das ist nicht nur eine unzulässige Pauschalisierung, sie lässt auch Erinnerungen an dunkle Zeiten deutscher Geschichte hochkommen. 

Aufgelesen: Verstörende Fake-News

Foto: LGheute06.05.2021 - Oh Gott. Wie konnte das nur passieren? Dabei sind die Recherchen und Kontrollen bei den öffentlich-rechtlichen Rundfunkanstalten, zu denen auch ARD und ZDF gehören, doch so gewissenhaft und pingelig. Gilt es doch, über jeden Zweifel einer möglichen Falschmeldung erhaben zu sein. Schließlich will man sich nicht mit Schmuddel-Medien, Igitt-Parteien oder schlimmen Buben wie Trump und Putin auf eine Stufe stellen lassen. Und doch geschah es.

Aufgelesen: Unfähig, Freiheit zu akzeptieren

Ministerpräsident Stephan Weil gibt im ZDF kein gutes Bild ab

Foto: LGheute02.05.2021 - Er würde ja gern, aber er kann einfach nicht. So ließ sich am heutigen Abend Niedersachsens Ministerpräsident Stephan Weil in der ZDF-Sendung "Berlin direkt" vernehmen. Moderator Theo Koll wollte von ihm wissen, warum er sich so schwer damit tut, Geimpften wieder alle Grundrechte zu gewähren. Schließlich könnten möglicher Neid oder Missgunst der noch nicht Geimpften ja nicht gleichrangig mit dem anhaltenden Entzug der Grundrechte gesetzt werden. "Nein. Aber ..." – versuchte Weil sich der stringenten Argumentation des Moderators zu entziehen. Doch der ließ nicht locker.

Aufgelesen: Das Lehrstück

Ein Interview zur Aktion #allesdichtmachen offenbart die zunehmende Diskursunfähigkeit dieser Republik  

Foto: LGheute27.04.2021 - Wenn die Aktion "#allesdichtmachen", die von bekannten deutschen Schauspielern ins Leben gerufen wurde und bei vielen Politikern, Medienvertretern und in weiten Teilen der Öffentlichkeit einen Sturm der Entrüstung ausgelöst hat, eines deutlich gemacht hat, dann dies: dass sie dringend erforderlich war. Warum sie als Lehrstück in Sachen Diskursfähigkeit herhalten kann, zeigt ein Interview, das der Deutschlandfunk mit Dietrich Brüggemann als einem der Initiatoren der Aktion geführt hat.

Aufgelesen: Den Spiegel vorgehalten

Die deutschen Medien reagieren erwartbar gereizt auf die Aktion "allesdichtmachen"

Foto: LGheute23.04.2021 - Wie gut, dass es die AfD gibt. Ermöglicht sie Politik und Medien doch die blitzschnelle Zuordnung, wenn es darum geht, klarzumachen, wer auf der richtigen und wer auf der falschen Seite steht. Jüngstes Beispiel: die Aktion "allesdichtmachen" bekannter deutscher Schauspieler, in der diese sich kritisch-ironisch mit den Widersprüchen, Fehlern und Gefahren bundesdeutscher Corona-Politik auseinandersetzen. Und weil sie dabei auch den Medien den Spiegel vorhalten, kam postwendend die AfD-Retourkutsche.

Aufgelesen: Vorösterliche Offenbarung

Foto: LGheute24.03.2021 - "Deutschland kann es nicht" titelt die "Frankfurter Allgemeine Zeitung" nach dem Desaster, das die Bund-Länder-Konferenz mit ihrer letzten Nachtrunde angerichtet hat und für das Bundeskanzlerin Angela Merkel die Bürger dieses Landes heute um Verzeihung gebeten hat. Die FAZ bringt auf den Punkt, was viele Menschen schon lange spüren und was durch immer mehr Fehler seitens der Bundes-, aber auch der Landesregierungen immer offenkundiger wird. Doch zu glauben, die Unfähigkeit dieses Land zu regieren betreffe nur die aktuelle Corona-Krise, greift zu kurz. Die Kanzlerschaft von Angela Merkel steht für ein bislang wohl ebenso beispielloses wie planloses Agieren.

Aufgelesen: Versuch und Irrtum

Corona, Klima und kein Ende

Foto: LGheute17.03.2021 - Bundesumweltministerin Svenja Schulze (SPD) war es, die gestern erklärte, Deutschland müsse noch viel mehr heruntergefahren werden. Dabei hatte sie nicht etwa einen neuen Corona-Lockdown im Blick, der diesem Land vermutlich schon bald wieder ins Haus steht, sondern den von vielen ersehnten Klima-Lockdown. Nur Corona sei es zu verdanken, dass die selbstgesteckten Klimaziele doch noch mit Ach und Krach erreicht wurden, wie die "FAZ" berichtete. Im Herunterfahren ist Deutschland recht gut. Unklar ist nur: Was kommt dann?

Aufgelesen: Verdächtiges Tempo

Die CDU will in eigenen Reihen aufräumen – und bleibt sich selbst treu 

Foto: LGheute15.03.2021 - Nicht nur Bundestagsabgeordnete, alle CDU-Mandatsträger in Landes- und Kommunalparlamenten sollen sich künftig dem neuen Diktum der Parteiführung unterwerfen. Die hat laut Deutschlandfunk jetzt die Selbstbereicherung von Mandatsträgern durch Ausnutzung ihres Mandats bei Androhung des Entzugs des Parteibuchs grundsätzlich untersagt. Anlass ist der sogenannte Masken-Skandal, der diese Tage die CDU erschüttert. Doch der an den Tag gelegte Eifer hat nur einen Zweck. 

Aufgelesen: Es ist Krieg

Während Deutschland hoffnungslos in Corona-Bürokratie versinkt, lassen die USA alle hinter sich 

Foto: LGheute06.03.2021 - Man ist sprachlos. Das Unvermögen, das Bund und Länder in diesen Wochen und Monaten tagein, tagaus bei ihren verzweifelten Versuchen, der Corona-Krise Herr zu werden, demonstrieren, ist erschreckend. Rund 2,4 Millionen Zweit-Impfungen hat Deutschland bislang geschafft, so viele, wie die USA inzwischen an einem Tag erledigen, wie der Deutschlandfunk heute berichtete. Dass der öffentlich-rechtliche Sender dabei sogar einräumen musste, dass dies ohne die vorangegangene Trump-Administration nicht möglich geworden wäre, zeigt, wie groß das regierungsamtliche Versagen im verschlafenen Deutschland inzwischen ist. 

Aufgelesen: Spiel mit dem Feuer

Der Staat will mit neuem Geldwäschegesetz kriminelle Clans abschöpfen 

Foto: LGheute12.02.2021 - Kriminellen Clans das Handwerk legen, dagegen wird sicher kaum jemand etwas einwenden wollen. Zumindest diejenigen nicht, die nicht selbst in Drogenhandel, Prostitution, Schutzgelderpressung, Diebstahl oder andere üble Machenschaften involviert sind. Um dem nun wirksamer entgegentreten zu können, sollen jetzt die Regeln zur Bekämpfung der Geldwäsche geändert werden. "Die Organisierte Kriminalität soll es in Deutschland künftig schwerer haben, ihre Profite aus Drogen- und Menschenhandel oder anderen schweren Straftaten zu investieren und für weitere kriminelle Geschäfte zu nutzen", schreibt die Frankfurter Allgemeine in ihrer Online-Ausgabe. Das aber kann kaum der richtige Schritt sein.