03.09.2018 - In Chemnitz brennt es gewaltig. Sollte man jedenfalls meinen, wenn man die Presseberichterstattung über die sächsische Stadt wahrnimmt. Und sie nicht wahrzunehmen, ist ja bei der Flut an Meldungen, Meinungen und Berichten, die seit einer Woche täglich zu Hunderten eintrudeln, fast unmöglich. Weil dort offenbar so Schreckliches passiert, strömen Journalisten aus nah und fern in den dunklen Osten Deutschlands und machen sich selbst ein Bild über die schlimmen Vorgänge, die dort vor aller Augen passieren. Sollte man meinen. Doch ist es wirklich so? Zweifel an der Wahrheitsliebe der deutschen Medien nährt ein Artikel der Politikerin und früheren DDR-Bürgerrechtlerin Vera Lengsfeld.
Aufgelesen
11.02.2018 - Kennen Sie Malcolm Schauf? Nie gehört? Nicht schlimm, das geht wohl vielen so. Doch den Namen sollte man sich merken. Der Professor für Unternehmensführung ist neugewählter Präsident des Bundesverbands Deutscher Volks- und Betriebswirte (BDVB) und hat sich jüngst mit harscher Kritik an Bundeskanzlerin Angela Merkel zu Wort gemeldet. "Merkel macht nichts, oder sie tut Dinge, die Deutschland schaden", sagt Schauf in einem Interview mit der Online-Ausgabe der "Wirtschaftswoche". Doch das ist nicht die einzige Attacke gegen die Kanzlerin.
03.01.2018 - Die Öffentlich-Rechtlichen kamen bei der Frankfurter Allgemeinen Zeitung (FAZ) noch nie gut weg. Kein Wunder, werden Erstere doch auf Kosten des Steuerzahlers finanziert, während die andere sich am Markt, sprich bei den Lesern behaupten muss. Nun aber beklagt die FAZ auch noch schlechten Journalismus der "Tagesschau", und das ausgerechnet an ihrem 40. Geburtstag. Vordergründig geht es um die Nicht-Berichterstattung des Senders über den Mord an der fünfzehnjährigen Mia aus Kandel, der mutmaßliche Täter: ein junger Asylbewerber aus Afghanistan. Der eigentliche Vorwurf der FAZ aber lautet viel schlimmer: Der Sender fragt nicht aus Angst vor den Antworten.
Bundesweit beschäftigen sich die Medien mit der verschobenen Weihnachtsfeier an Lüneburgs Gymnasium
21.12.2017 - Die von der Schulleitung des Lüneburger Johanneums, ein jahrhundertealtes Gymnasium mit christlichen Wurzeln, abgesagte oder verschobene Weihnachtsfeier – mal heißt es so, mal so – hat ein gewaltiges Medienecho ausgelöst. Ob Hamburger Abendblatt, Stern, Focus online, FAZ online, Spiegel online – quer durch die Republik wird die Entscheidung thematisiert. Auch der Bayernkurier im Süden der Republik ist dabei. Er spricht von "vorauseilendem Gehorsam" und hat damit wohl den Nerv vieler getroffen, denn die Empörung ist groß, dass eine Schule eine Weihnachtsfeier verschiebt, weil eine Muslimin sich dadurch in ihrem Glauben beeinträchtigt sieht (LGheute berichtete).
05.11.2017 - Politik in Deutschland? Findet nicht statt. Jedenfalls nicht mehr im Ersten. Seit Wochen ist die Nummer Eins der Polit-Talkrunden der ARD, "Anne Will", nicht mehr auf Sendung. Dabei ist es dem Sender offenbar egal oder schlichtweg entgangen, dass derzeit in Berlin hart darum gerungen wird, wie die künftige Politik auf Bundesebene aussehen soll – von anderen drängenden Themen wie ungelösten Integrationsproblemen oder verlässlicher Energieversorgung ganz zu schweigen. Und selbst das Lieblingsthema der öffentlich-rechtlichen Rundfunkanstalten, sexuelle Übergriffe von Männern, kommt nicht zu Wort. Schande! Wo bleibt die Erhebung der Massen???
06.09.2015 - Mit 800.000 Flüchtlingen rechnet allein Deutschland in diesem Jahr, vermutlich dürften es deutlich mehr werden. Noch bewältigen die Kommunen den Ansturm, immer mehr Flüchtlingsheime und Notunterkünfte werden errichtet. In Finnland - das skandinavische Land erwartet in diesem Jahr rund 30.000 Flüchtlinge - will man einen anderen Weg versuchen: Mehr Aufnahmen von Flüchtlingen im eigenen Haus. Finnlands Premierminister Juha Sipilä will dabei mit gutem Beispiel vorangehen, wie der Spiegel berichtet. Da fragt man sich natürlich: Was machen eigentlich unsere Politiker?
18.08.2015 - Es gibt sie noch, die Mutigen, die sich nicht schrecken lassen von den ewig Ängstlichen, die aus lauter Schiss vor vermeintlich falschem Denken dieses ihren Mitmenschen am besten gleich ganz verbieten würden. Und weil moralisches Spießbürgertum so gestrig klingt, haben sie für sich lieber den Begriff der "political correctness" gewählt. Zu den Mutigen gehört der Stuttgarter Verlag Thienemann-Esslinger, der, wie die FAZ schreibt, auch in seiner neu erscheinenden Jubiläumsausgabe von Michael Endes "Jim Knopf" weiterhin das Wort "Neger" benutzen wird. Hut ab!
02.08.2015 - Und? Wissen Sie es noch? Kennen Sie noch den Unterschied zwischen zusammenkommen und zusammen kommen? Nein? Das muss nicht unbedingt an Ihrem Sexualleben liegen, es könnte auch die deutsche Rechtschreibreform sein. Die kennen Sie doch noch, oder? Vor zehn Jahren wurde sie offiziell eingeführt. Einfacher und leichter sollte es durch sie und mit ihr werden, endlich Schluss sein mit komplizierten Satzkonstruktionen und denkanstrengenden Wortgebilden, für jeden schnell erfassbar, damit auch der schlichtere Geist sich an dem Gefühl erbauen konnte, endlich alles verstanden zu haben. Dass dies nicht klappen konnte, war schon damals Vielen klar. Jetzt, nach zehn Jahren, ist die propagandistische Euphorie der Trommler für den orthographischen Sündenfall verstummt, zurückgeblieben ist ein Chaos im Schreiben und im Denken, wie die FAZ treffend feststellt.
11.01.2015 - Sollte heute am Frühstückstisch vielleicht doch der eine oder andere überlegen, am Nachmittag dem Demonstrationsaufruf zu folgen, mit dem die Lüneburger auf dem Marktplatz für Freiheit und gegen Angst eintreten sollen, für den lohnt vorab die Lektüre dieses Kommentars auf der Online-Ausgabe der FAZ. Lohnenswert, weil tatsächlich mal gefragt wird, warum terroristische Anschläge in unseren Tagen eigentlich immer im Namen Allahs durchgeführt werden. Und lohnenswert auch deswegen, weil dieser Kommentar nicht bei den üblichen und bequemen Denkmustern hängen bleibt.
06.01.2015 - Dass Kardinal Woelki gestern Abend das Licht am Kölner Dom ausgeknipst hat, ist im Prinzip eine gute Sache, denn es gibt nicht wirklich einen hinreichenden Grund, eine Kirche des Nachts dauerhaft bestrahlen zu lassen - zumindest nicht mit künstlichem Licht. Dass dies aber sowohl von ihm als auch von den großen überregionalen Medien wie FAZ oder Spiegel als mannhaftes Zeichen des Widerstands gegen die Pegida-Bewegung hochgedeutet wird, offenbart vor allem eins: ihre Hilflosigkeit im Umgang mit Menschen, die in diesem Land auf die Straße gehen und ihren Unmut über die - aus ihrer Sicht nicht hinnehmbaren - Zustände in diesem Land äußern.