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Umwelt und Gesundheit

Kreis versucht sich an Schadensbegrenzung

Personen mit Corona-Verdacht sollen sich testen lassen können – Andernorts ist man bereits weiter 

Das Gesundheitsamt will sich wieder stärker in die Vermittlung von den Corona-Tests einbringen. Ob das ausreichen wird, um die zunehmende Ausbreitung zu verhindern, ist indes fraglich. Foto: LGheuteLüneburg, 16.12.2020; Update 20.12.2020 - 65 infizierte Bewohner, 27 infizierte Mitarbeiter, acht Todesfälle. Das war der aktuelle Corona-Stand im Posener Altenheim in Lüneburg am vergangenen Wochenende. Jetzt fällt dem Landkreis auf, dass schnelles Handeln für Menschen, die im medizinischen Bereich und in der Pflege arbeiten, "besonders wichtig" ist, wie die Kreisverwaltung heute per Pressemitteilung verkündete. Weil Zeit ein wichtiger Faktor für die Infektionsbekämpfung sei, sollen Personen mit Corona-Verdacht nun "so schnell wie möglich" getestet werden können. 

Rätsel um den Virus-Herd

Im Posener Altenheim schnellen die Corona-Zahlen nach oben – Bereits acht Todesopfer

Im Posener Altenheim in Lüneburg verbreitet sich das Coronavirus besorgnisrregend. Die Bewohner müssen vorerst auf ihren Zimmern bleiben. Foto: LGheuteLüneburg, 12.12.2020 - Zu einem Mega-Hotspot für Coronavirus-Infektionen hat sich das Posener Altenheim in Lüneburg entwickelt. Nachdem dort im November zum ersten Mal ein Corona-Fall gemeldet worden war, ist die Zahl der Neuinfektionen seitdem dramatisch gestiegen. Inzwischen wurde bei knapp der Hälfte der 130 Bewohner und bei 27 Mitarbeitern das Virus nachgewiesen, acht infizierte Menschen starben. Die Kreisverwaltung rätselt über die Ursachen der starken Verbreitung und verschärft die Schutzmaßnahmen.

Lüneburg hinkt hinterher

Während die Impfzenten in Niedersachsen bereits feststehen, hüllt sich der Landkreis in Schweigen 

"In Klärung" heißt es bei der roten Nadel, die auf der Karte in den Landkreis Lüneburg gesteckt wurde. Sie zeigt die künftigen Impfzentren in Niedersachsen. Grafik: Innenministerium HannoverLüneburg, 10.12.2020 - Niedersachsen wappnet sich im Kampf gegen das Coronavirus. Wie das Innenministerium in Hannover heute mitteilte, sollen landesweit 50 Impfzentren entstehen, eines davon im Landkreis Lüneburg. Während die genauen Standorte aber überall bereits feststehen, gibt die Kreisverwaltung keine Auskunft, ob sie auf ihrer Suche nach einem neuen Standort bereits fündig geworden ist. 

Das lange Warten

Der Landkreis soll ein eigenes Corona-Impfzentrum erhalten. Dennoch wird es Jahre dauern, bis alle geimpft sind

Beispiel für ein Corona-Impfzentrum in einer Zwei-Feld-Sporthalle, wie es dem Gesundheitsministerium in Hannover vorschwebt. Grüner Pfeil: Weg der zu impfenden Person. Grafik: Niedersächsisches GesundheitsministeriumLüneburg, 06.12.2020 - Der Landkreis Lüneburg soll ein eigenes Corona-Impfzentrum erhalten, eines von bis zu 60, die jetzt in ganz Niedersachsen entstehen sollen. Das verkündete jüngst das Gesundheitsministerium in Hannover. Die Kreisverwaltung machte sich daraufhin flink auf die Suche nach einer geeigneten Location und fand sie mit dem "Alcino-Tobeland" in Adendorf. Dachte man jedenfalls. Denn kaum war die Botschaft unter die Leute gebracht, musste sie wieder einkassiert werden. Der Betreiber habe es sich anders überlegt, man habe aber einen Ersatzkandidaten. Wer das ist, will man aber erst sagen, wenn alle einverstanden sind. Genial. Und: Zum 15. Dezember sei man in Lüneburg startklar. Super. Nur: Es wird Jahre brauchen, bis der Landkreis durchgeimpft ist.

Corona: Mehrere hundert Yanfeng-Mitarbeiter getestet

Lüneburg, 20.11.2020 - Beim Lüneburger Automobilzulieferer Yanfeng sind im Laufe des heutigen Tages mehrere hundert Mitarbeiter vorsorglich auf das Coronavirus getestet worden, teilt der Landkreis am Abend mit. Zu Begründung heißt es, dass in den vergangenen drei Wochen bei insgesamt 14 Mitarbeitern das Virus nachgewiesen worden war.

Nun droht auch noch die Pest

Landkreis bereitet sich auf die Afrikanische Schweinepest vor

Wildschweine gelten als bedeutsame Übertrager der Afrikanischen Schweinepest. Foto: LandesforstenLüneburg, 14.11.2020 - Droht neben der Corona-Seuche nun auch noch die Pest? Das jedenfalls will der Landkreis Lüneburg nicht ausschließen. Die Rede ist von der Afrikanischen Schweinepest (ASP), die vor etwa zwei Monaten erstmals in Deutschland bei einem Wildschwein nachgewiesen wurde und sich seitdem in Brandenburg weiter ausbreitet. Um auf eine ähnliche Situation im Landkreis Lüneburg optimal reagieren zu können, hat das Veterinäramt eine Reihe von Vorbereitungen getroffen.

Corona: Hotspot Lüneburg

Neue Karte gibt Auskunft über Corona-Verteilung im Landkreis

Die neue Corona-Karte zeigt die Häufung der akuten Corona-Infektionen im Landkreis Lüneburg. Grafik: Landkreis LüneburgLüneburg, 06.11.2020 - Die mit Abstand meisten Corona-Fälle im Landkreis Lüneburg fallen auf die Hansestadt. Dies geht aus einer Karte hervor, die vom Landkreis veröffentlich wird und von nun an regelmäßig Auskunft über die örtliche Verteilung der Corona-Infektionen im Landkreis Lüneburg geben soll. Danach entfallen auf Lüneburgmehr als 100 Betroffene und damit rund die Hälfte der Infizierten.

Maskenzwang für Lüneburgs Innenstadt

Landkreis reagiert per Allgemeinverfügung auf dramatischen Corona-Antieg

In dem blau eingerahmten Bereich der Lüneburger Innenstadt muss künftig ständig ein Mund-Nasen-Schutz getragen werden. Grafik: Landkreis LüneburgLüneburg, 30.10.2020 - Besucher der Lüneburger Innenstadt müssen ab Montag dauerhaft eine Mund-Nasen-Schutzmaske tragen. Das hat der Landkreis Lüneburg per Allgemeinverfügung heute beschlossen. Der Kreis reagiert damit auf den deutlichen Anstieg bei den Corona-Infizierungen in den vergangenen Tagen. Dies hatte dazu geführt, dass der Inzidenzwert auf 40,2 Infizierte pro 100.000 Einwohner im Landkreis gestiegen war und damit die kritische Marke von 35 deutlich überstieg.

Soldaten im Corona-Einsatz

Bundeswehr unterstützt den Landkreis bei der Kontakt-Nachverfolgung

Diese sechs Soldatn des Aufklärungslehrbataillons 3 "Lüneburg" unterstützen das Gesundheitsamt. Foto: Landkreis LüneburgLüneburg, 28.10.2020 - Besorgniserregend steigt in diesen Tagen bundesweit die Zahl der Corona-Neuinfektionen an. Mehr als 14.000 Fälle meldete das Robert-Koch-Institut am Morgen. Ein wichtiger Schritt zur Eindämmung der Pandemie ist die Kontakt-Nachverfolgung von Infizierten. Doch die Gesundheitsämter geraten allmählich an den Rand ihrer Kapazitäten. Der Landkreis Lüneburg hat sich dafür nun Verstärkung durch die Bundeswehr geholt.

Corona: Weitere Ansteckungen am Stint möglich

Landkreis bittet Gäste von "Ente" und "Irish Pub" um Beobachtung ihres Gesundheitszustands

Lüneburg, 27.10.2020 - Erneut wendet sich der Landkreis Lüneburg mit einem Aufruf an die Öffentlichkeit. Grund dafür: Die Rückverfolgung eines positiven Corona-Falls habe ergeben, dass es in zwei Lokalen am Lüneburger Stint zu Ansteckungen gekommen sein kann. "Wir bitten Menschen, die in der Nacht vom 17. auf den 18. Oktober 2020 die Kneipe 'Ente' beziehungsweise den 'Irish Pub' besucht haben, ihren Gesundheitszustand genau zu beobachten. Wer sich krank fühlt, wendet sich für einen Abstrich an seinen Hausarzt und bleibt unbedingt zu Hause", sagt Yvonne Hobro, Leiterin des Fachbereichs Soziales.

"Bei Symptomen nicht zur Arbeit gehen"

Gesundheitsamt appelliert: Bei Corona-Verdacht zu Hause bleiben 

Seit Beginn der Corona-Pandiemie laufen im Gesundheitsamt in Lüneburg die Informationen über das Virus zusammen. Foto: LGheuteLüneburg, 16.10.2020 - Seit Anfang Oktober beobachtet das Gesundheitsamt in Lüneburg vermehrt, dass Menschen trotz Symptomen zur Arbeit gegangen sind und dort das Virus weitergetragen haben. Nun richtet das Amt einen dringenden Appell an die Bevölkerung. "Wer typische Symptome wie Husten, Veränderungen des Geruchs- und Geschmackssinns oder Fieber oder auch Durchfall hat, bleibt bitte zu Hause", sagt Dr. Marion Wunderlich, Leiterin des Gesundheitsamts.

Ringen ums Grundwasser geht weiter

Bürgerinitiative übergibt 4.600 Unterschriften – Coca-Cola ändert Vertriebsstrategie

Presserummel: Die Übergabe der Unterschriften an Jens Böther wollten sich die lokalen Medien nicht entgehen lassen. Foto: Landkreis LüneburgLüneburg, 09.10.2020 - Die Lüneburger Bürgerinitiative "Unser Wasser" macht weiter Druck. Knapp 4.600 Unterschriften überreichte sie am Mittwoch Landrat Jens Böther. Ihr Ziel: Das Grundwasser für kommende Generationen schützen, einen neuen Mineralwasser-Brunnen der Coca-Cola-Tochter Apollinaris Brands im Landkreis verhindern. Böther nahm das Unterschriften-Paket entgegen, dankte für das Engagement der BI, machte aber auch die Position des Landkreises deutlich.

Corona: Auch IGS Lüneburg betroffen

Landkreis will Informationsangebot wieder ausbauen

Lüneburg, 08.10.2020 - Die Corona-Pandemie hat auch den Landkreis Lüneburg weiter im Griff. Die Zahlen mit den Neu-Infektionen steigen seit Wochen. Betroffen von den Neuinfektionen sind auch zwei Einrichtungen in Lüneburg, die IGS Lüneburg und die Kita Hanseviertel. Dort ist das Virus seit dem Wochenende bei jeweils einer Person nachgewiesen worden, wie der Landkreis berichtet. Die Betroffenen und insgesamt rund 200 Kontaktpersonen seien daraufhin unter Quarantäne gestellt worden. Nun soll das Bürgertelefon des Landkreises auch am Wochenende wieder erreichbar sein. 

Weitere Kita-Kinder unter Quarantäne

Krippe in Alt Garge betroffen – Zusammenhang mit vorangegangenen Fällen

Alt Garge, 02.10.2020 - Das Gesundheitsamt in Lüneburg hat gestern Kinder aus einer Kindertagesstätte in Alt Garge unter Quarantäne gestellt. Betroffen eine Krippengruppe. Erzieher und Eltern sind informiert worden, teilte die Kreisverwaltung mit, Kontakte seien ermittelt worden. Für die weiteren Gruppen in der Einrichtung kann der Kita-Betrieb weiterlaufen. Der aktuelle Fall steht in einem Zusammenhang mit der vorgestern gemeldeten Corona-Infektion in der Lüneburger Kita Brockwinkler Wald (LGheute berichtete).

Zwei Schulklassen und Kita-Gruppen unter Quarantäne

Betroffen sind Scharnebeck und Lüneburg

Lüneburg, 01.10.2020 - Erstmals seit Mitte Juli 2020 sind gestern im Landkreis Lüneburg wieder Kinder aus Bildungseinrichtungen vorsorglich unter Quarantäne gestellt: Zwei Grundschulklassen und eine Kindergarten-Gruppe aus Scharnebeck sowie eine Kindergarten-Gruppe der Lüneburger Kita Brockwinkler Wald müssen in den kommenden Tagen zu Hause bleiben. Sie hatten jeweils Kontakt mit einer Person, bei der jetzt das Corona-Virus nachgewiesen wurde. Ein Zusammenhang zwischen den Fällen in Scharnebeck und Lüneburg bestehe nicht, teilte die Kreisverwaltung mit.

Ausgestrahlt?

In Gorleben soll wohl doch kein Endlager entstehen – Kritik an Grünen-Chef Habeck

Ausgestrahlt: Gorleben soll nun wohl doch kein Endlagerstandort werden. Hier eine Aufnahme vom Eingang zum dortigen Zwischenlager. Foto: LGheuteLüchow, 28.09.2020 - Geht der Atommüllendlager-Kelch an Gorleben nun doch noch vorüber? Medienberichten zufolge scheint das so zu kommen. Danach listet der Zwischenbericht der Bundesgesellschaft für Endlagerung (BGE) den bisherigen Endlagerstandort Gorleben nicht auf. Die Bürgerinitiative Umweltschutz Lüchow-Dannenberg (BI) reagiert verhalten auf diese Berichte. Und kritisiert Grünen-Chef Robert Habeck.

"Corona-Schutz nicht schleifen lassen"

Kreis appelliert an Eigenverantwortung

Lüneburg, 22.09.2020 - Vor dem Hintergrund der deutschlandweit steigenden Infektionszahlen erinnert das Gesundheitsamt Lüneburg daran, die Corona-Maßnahmen im Alltag nicht schleifen zu lassen. "Abstand, Hygiene und das Tragen einer Alltagsmaske sollte momentan jeder einhalten", sagt Yvonne Hobro, Fachbereichsleiterin Soziales beim Landkreis Lüneburg. "Als AHA-Regel lassen sich diese drei wichtigen Infektionsschutz-Maßnahmen leicht merken."

Arztbesuch statt Arbeitsplatz

Landkreis: Bei Krankheitssymptomen Corona-Test machen lassen

Lüneburg, 19.09.2020 - Angesichts wieder steigender Corona-Infektionen weist die Kreisverwaltung erneut darauf hin, bei Krankheitssymptomen zu Hause zu bleiben. Wer beispielsweise Fieber oder Halsschmerzen hat, soll nicht zur Arbeit, zur Schule oder in den Kindergarten gehen, sondern stattdessen für einen Corona-Test zum Arzt, heißt es aus dem Kreishaus.

Lehrer können sich testen lassen

Land und KVN kooperieren bei Corona-Schutzmaßnahme

Hannover, 11.09.2020 - Bis zu den Herbstferien können sich die rund 100.000 Lehrkräfte und Schulleitungen sowie die pädagogischen Mitarbeiter zweimal auf SARS-CoV-2 testen lassen. Das hat Niedersachsens Kultusminister Grant Hendrik Tonne gestern mitgeteilt. Für diese Testungen einschließlich Laborauswertungen stellt das Land rund 11 Millionen Euro aus dem Sondervermögen zur Bewältigung der Auswirkungen der COVID-19-Pandemie bereit, erklärte der Minister auf einer Pressekonferenz mit dem Hauptgeschäftsführer der Kassenärztlichen Vereinigung Niedersachsen (KVN), Thorsten Schmidt.

Kritik an Vio-Brunnen nimmt zu

Linke unterstützt Bürgerinitiative gegen Grundwasserentnahme durch Coca-Cola

Seit langem schon steht die Produktion des Mineralwassers Vio in Lüneburg in der Kritik. Foto: LGheuteLüneburg, 22.08.2020 - Die Diskussion um den Bau eines dritten Brunnens durch den Getränkehersteller Coca-Cola European Partners für seine Mineralwassermarke Vio nimmt nun auch politisch an Fahrt auf. Die Lüneburger Links-Partei erklärte nicht nur, die örtliche Bürgerinitiative "Unser Wasser" zu unterstützen, in "naher Zukunft" würden sich auch die Fraktionen im Lüneburger Kreistag und im Stadtrat des Themas Wasser annehmen.