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Ein Paket gegen den Notstand

Links-Partei will mit Einwohnerantrag für preiswerteres Wohnen Druck auf die Stadtverwaltung erhöhen 

Hanna Schütz und Thorben Peters mit ihrem Einwohnerantrag. Foto: LinkeLüneburg, 22.04.2026 - Fehlende Wohnungen, hohe Mieten. Seit Jahren wird in der Stadt über diese Schieflage geklagt, doch geschehen ist bislang wenig. Die Stadtverwaltung arbeitet im Wesentlichen die noch in Mädge-Zeiten gestarteten Neubauprojekte ab, viel Neues ist seitdem nicht hinzugekommen. Und auch das entstehende Neubaugebiet am Wienebütteler Weg zieht sich schleppend langsam dahin. Lüneburgs Links-Partei will den Mietennotstand jetzt mit einem Maßnahmenpaket beenden.

Der Kreisverband der Lüneburger Links-Partei hat einen Einwohnerantrag eingereicht, mit dem der Rat der Stadt aufgefordert werden soll, den Mietennotstand in Lüneburg anzuerkennen und konkrete Maßnahmen zur Entlastung der Bevölkerung zu erarbeiten. "Wir sehen in Lüneburg eine Entwicklung, in der Wohnen für immer mehr Menschen unbezahlbar wird. Gleichzeitig wird vorhandener Wohnraum nicht konsequent geschützt. Es reicht nicht mehr, das Problem zu beschreiben, wir müssen endlich handeln", erklärt Thorben Peters, Oberbürgermeisterkandidat der Linken Lüneburg.

Laut Peters fehlen in Lüneburg rund 800 Wohnungen, gleichzeitig steigen die Mieten weiter an. "Für viele Menschen wird Wohnen zunehmend zur existenziellen Belastung." Interessant hierbei: Erst vor einem Monat hat der Rat den neuen Mietspiegel beschlossen, mit dem ein weiteres Ansteigen der Mieten abgesegnet wird (LGheute berichtete).

Mit ihrem Einwohnerantrag fordern die Linken die Stadtverwaltung auf, ein Maßnahmenpaket zu erarbeiten. Dieses soll unter anderem ein verbindliches Leerstandsregister mit Meldepflicht und Sanktionen, eine stärkere Sicherung von Sozialbindungen im Wohnungsbau sowie die Einrichtung einer "zentralen Beschwerdestelle Wohnen" umfassen. 

"Wir wollen bis zum Wahltag mindestens 2.300 Unterschriften sammeln, nicht nur, um den Antrag zu unterstützen, sondern um mit möglichst vielen Menschen in Lüneburg ins Gespräch zu kommen. Unser Ziel ist ein Maßnahmenkatalog, der dem Wohnungsnotstand endlich gerecht wird und dem Thema auch im Wahlkampf das Gewicht gibt, das es braucht", sagt Hanna Schützer, Kreisvorsitzende der Linken Lüneburg.
 
 
 
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