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Zwischenruf: Plump

Foto: LGheute21.07.2026 - "Etwas Plumperes als diese Antwort von Frau Brosius-Gersdorf habe ich noch nicht gelesen. Ein Segen, dass sie nicht im höchsten deutschen Gericht sitzt, das über die Werteordnung der Verfassung wacht", entgegnet der CDU-Politiker Armin Laschet auf die Einlassung von Frauke Brosius-Gersdorf zur Leihmutter-Kontroverse, mit der sie behauptet, die Union wolle "einen paternalistischen Staat, der am besten weiß, was für Frauen und auch für potenzielle Leihmütter gut ist". Zur Erinnerung: Die CDU/CSU-Union im Deutschen Bundestag verhinderte die Ernennung von Brosius-Gersdorf zur Richterin am Bundesverfassungsgericht.

Kommentare  
zitiere Andreas M.:
Wie gesagt, Bernd, wer im Glashaus sitzt, sollte nicht mit Steinen werfen! Das gilt natürlich auch für Sie. ;-)

Diese Aussage macht nun überhaupt keinen Sinn
Wie gesagt, Bernd, wer im Glashaus sitzt, sollte nicht mit Steinen werfen! Das gilt natürlich auch für Sie. ;-)
Vielen Dank, Bernd. Genau das ging mir auch als erster Gedanke durch den Kopf. Klassischer whataboutism approach. Wird neben dem framing immer inflationärer verwendet, weil man keine starken Argumente vorweisen kann.
So haben wir jetzt also VIER sehr plumpe Whataboutisten versammelt: 1. LASCHET, der den Argumenten von Frauke Brosius-Gersdorf nur misogyne Tiraden ad personam entgegenhält, 2. MICH, der ich Laschets selbstgerechte Beschimpfungen einer Frau, die ihm intellektuell haushoch überlegen ist, mit der Erinnerung an seine eigene Unvollkommenheit kontere, 3. BERND, der mich mit einem argumentfreien Whataboutism reinsten Wassers in den Senkel des Whataboutism stellen möchte und 4. FALCONE, der behauptet, einen Gedanken gehabt zu haben, aber nichts weiter vorweisen kann als einen Whataboutism und eine wirre Bemerkung über "Inflationäres", wozu er selbst im Augenblick des Hinschreibens völlig gedankenlos beiträgt. Aber KEINER dieser VIER überlegen breitbeinig losbölkgewaltigen Meinungsinhaber hat auch nur eine Sekunde darauf verschwendet, sich mit dem zu befassen, was die Ordinaria für Verfassungsrecht an der Universität Potsdam wirklich geäußert hat. So sieht es eben aus, wenn vier Brauseköpfe sich reihum abwechselnd den belachenswerten Anblick geben, dass einer (wie die Alten sagten) "den Bock melkt und der andre ein Sieb unterhält.” :-)
Wer im Glashaus sitzt, sollte nicht mit Steinen werfen!

Was Plumpheiten anbelangt, ist der heutige CDU-Hinterbänkler Armin Laschet, bekanntlich Experte. Das stellte der damalige CDU-Kanzlerkandidat und nordrhein-westfälische Ministerpräsident am 17. Juli 2021 unter Beweis, als er gemeinsam mit Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier das schwer vom Hochwasser getroffene Erftstadt besuchte.

Während Steinmeier eine bewegende Ansprache hielt und den Hinterbliebenen der Katastrophenopfer sein Mitgefühl aussprach, war Laschet in Nahaufnahme unter den sich hinter dem Redner in die Fernsehkameras drängenden Statisten zu sehen, wie er heftig lachte und ungeniert scherzte. Später wurde bekannt, dass Laschet sich in diesem Moment über den örtlichen CDU-Landrat Frank Rock lustig gemacht hatte. Der Grund für die ausgelassene Feixerei war ein satirischer Austausch über die Körpergröße des Bundespräsidenten und dessen zuvor erfolgte, vermeintlich unvollständige protokollarische Begrüßung durch den erst wenige Monate zuvor ins Amt gewählten Landrat des des Rhein-Erft-Kreises.
Was Sie da machen nennt man Whataboutism.
Nicht das Argument angreifen, sondern die Person.
Auch das ist plump.
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