Der Autoteile-Zulieferer will Werk in Lüneburg endgültig schließen
Lüneburg, 21.01.2026 - Lüneburg wird von einem weiteren wirtschaftlichen Schlag getroffen. Nach dem Ende vom Eisenwerk und dem geplanten Aus von Jungheinrich hat nun auch Yanfeng die Schließung seines Werks in Lüneburg angekündigt. Die Produktion des Automobilzulieferers soll nach Tschechien verlagert werden, rund 350 Mitarbeiter sind von der Schließung betroffen. Lüneburgs Oberbürgermeisterin Claudia Kalisch reagiert mit routinierter Betroffenheit.
Als einen "schweren Schlag" für den Industriestandort Lüneburg bezeichnet Kalisch das angekündigte Aus für den Lüneburger Produktionsstandort und spricht den Mitarbeitern die Solidarität von Rat und Verwaltung aus. Nun sei es wichtig, zeitnah das Gespräch zwischen der Stadt und der Lüneburger Yanfeng-Leitung zu führen, teilte das Rathaus mit.
"Die Nachricht vom jetzt akut drohenden Aus des Yanfeng Standorts in Lüneburg macht mich betroffen", sagt Kalisch, und weiter: "Wir stehen an der Seite der Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter." Die Entscheidung des Konzerns treffe aber nicht nur die Beschäftigten und ihre Familien, "sondern die gesamte Hansestadt", so Kalisch. Man habe umgehend den Kontakt mit Verantwortlichen des Lüneburger Standorts hergestellt, es sei bereits Bereitschaft zu Gesprächen signalisiert worden.
Yanfeng kündigte an, die bislang noch in Lüneburg stattfindende Produktion nach Tschechien verlagern zu wollen. Dieser Schritt soll innerhalb von zwei Jahren abgeschlossen werden. Für die Belegschaft soll zur Abfederung der kündigungsbedingten Härten ein Sozialplan aufgestellt werden. Hierzu soll in Kürze eine Mitarbeiterversammlung durchgeführt werden.
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