Weitere Arbeiten an der Soltauer Straße und Soltauer Allee geplant
Lüneburg, 13.04.2026 - Autofahrer in Lüneburg müssen sich auf weitere Einschränkungen einstellen. Wie die Stadtverwaltung mitteilt, werden nicht nur die Arbeiten an der Soltauer Straße länger dauern, auch der Kreuzungsbereich Soltauer Straße/Munstermannskamp soll umgebaut werden. Darüber hinaus sind Arbeiten an der Soltauer Allee geplant. Zudem will die Verwaltung frühere Pläne zur Neugestaltung der Sternkreuzung wieder aufgreifen.
Weil es witterungsbedingte Verzögerungen bei den Betonarbeiten für das Fundament der neuen Brücke über die OHE-Strecke gegeben habe, könnten sich die aktuellen Arbeiten an der Soltauer Straße verzögern, teilte die Verwaltung mit. "Wir haben unseren Puffer damit aufgebraucht, planen aber weiterhin, im Spätsommer fertig zu sein“, sagt Alexander Matz, Fachbereichsleiter Tiefbau und Grün. Ziel sei es, die Brücke im August zumindest auf der Westseite bereits für den Fußverkehr freizugeben und ab Ende September auch für den Rad- und Fahrzeugverkehr.
Allerdings sind die Arbeiten an der Soltauer Straße damit nicht beendet. Denn es stehen weitere Baumaßnahmen im Bereich der Soltauer Straße und Soltauer Allee an, unter anderem umfangreiche Netzarbeiten der Avacon. Hierzu soll es am 4. und 5. Mai Infoveranstaltungen für Oedeme und für Rettmer/Häcklingen geben.
Arbeiten nördlich der Brücke
Nördlich der Brücke plant die Verwaltung im Mai und Juni den Straßenraum und die dortige Verkehrsführung neu zu ordnen sowie die Fahrbahn zu sanieren. Diese Arbeiten könnten starten, sobald die Avacon ein Kabel, das bei den Brückenbauarbeiten beschädigt und provisorisch repariert wurde, unterirdisch verlegt hat. Während dieser Arbeiten werde die Bäckerei Harms weiterhin aus Norden zu Fuß und mit dem Fahrrad erreichbar sein. Fahrzeuge können die Soltauer Straße bis zu Kreuzung Heidkamp nutzen.
Umgestaltung Kreuzung Munstermannskamp
Im Juli soll dann die Kreuzung Soltauer Straße/Munstermannskamp umgestaltet werden. "Der Knotenpunkt muss umgebaut und technisch modernisiert werden, um die Blickbeziehungen zu verbessern und damit einen Unfallpunkt zu beseitigen", erläutert Matz. Für die Arbeiten, die rund einen Monat dauern sollen, muss der Munstermannskamp im Kreuzungsbereich voll gesperrt werden. In der Zeit bleibt die Umleitungsstrecke über den Mustermannskamp grundsätzlich bestehen, der gesperrte Abschnitt muss jedoch über die Blücherstraße und die Scharnhorststraße umfahren werden. Sofern alles nach Plan laufe, werde die Vollsperrung laut Verwaltung in die Sommerferien fallen.
Arbeiten an der Soltauer Allee
Parallel zu den Arbeiten im Kreuzungsbereich soll südlich der Brücke der Straßenraum und die dortige Verkehrsführung neu geordnet sowie die Fahrbahn saniert werden. Ab Juli will die Avacon mit umfangreichen Netzarbeiten in der Soltauer Straße und Soltauer Allee starten. Diese Arbeiten sind mit abschnittsweisen Sperrungen verbunden und führen bis zum Umspannwerk Rettmer. Sie werden laut Stadtverwaltung voraussichtlich bis Ende November dauern.
Neue Fahrbahndecke
Im Zuge der Avacon-Arbeiten soll voraussichtlich ab August die Fahrbahndecke in der Soltauer Straße zwischen der Kreuzung und der Einmündung Scharnhorststraße saniert werden. Geplant ist eine halbseitige Bauweise und eine Gesamtbauzeit von rund drei Monaten. Die Verkehrsführung werde entweder mit einer Ampel oder als Einbahnstraße durchgeführt.
Mit Blick auf die zahlreichen Maßnahmen und die lange Bauphase betont Alexander Matz: „Es ist eine Herausforderung für Anwohnende und Verkehrsteilnehmende, die diese Achsen nutzen. Wir bitten dafür um Verständnis. Der große Vorteil ist, dass wir jetzt die Möglichkeit haben, alles in einem Abwasch zu machen und in einem Gesamtkonzept aufeinander abzustimmen. Im Anschluss ist der Bereich modernisiert und muss viele Jahre nicht mehr angefasst werden.“
◼︎ Neue Sternkreuzung
Ergänzend dazu will die Verwaltung den Knotenpunkt Sternkreuzung (Lindenstraße/Soltauer Straße/Uelzener Straße/Sülztorstraße) neu gestalten. Entsprechende Pläne hatte sie schon einmal im Februar 2024 vorgelegt und dies vor allem mit einer Verbesserung der Radverkehrsqualität begründet. Rund vier Millionen Euro wurden damals als Kosten genannt. Im Rat wurde der Plan kritisiert, es würden die falschen Prioritäten gesetzt, hieß es damals (LGheute berichtete). Die Pläne wurden bislang nicht weiterverfolgt.

