Bereich Kfz-Reparatur besonders betroffen – Anstieg auch bei den Privatinsolvenzen
Hannover, 29.07.2026 - Im ersten Halbjahr 2026 stellten 1.070 Unternehmen einen Antrag auf Eröffnung eines Insolvenzverfahrens. Wie das Landesamt für Statistik Niedersachsen (LSN) mitteilt, entsprach dies einem Plus von 8,7 Prozent im Vergleich zum Vorjahreszeitraum, in dem 984 Unternehmensinsolvenzen gezählt wurden. Der Anstieg liegt damit auf einem ähnlichen Niveau wie im ersten Halbjahr des Vorjahres (+8,8% von 2024 auf 2025).
Aufgrund der Insolvenz ihres Arbeitgebers waren laut LSN im ersten Halbjahr 2026 die Arbeitsplätze von 9.867 Beschäftigten bedroht. Diese Anzahl lag damit deutlich höher als im gleichen Zeitraum des Vorjahres mit 7.341 gefährdeten Arbeitsplätzen.
Die meisten Unternehmensinsolvenzen nach Branchen wurden zwischen Januar und Juni 2026 mit 209 Verfahren im Abschnitt "Handel; Instandhaltung und Reparatur von Kraftfahrzeugen" gezählt. Damit entfiel annähernd jede fünfte Insolvenz (19,5%) allein auf diesen Wirtschaftsbereich. Gegenüber dem 1. Halbjahr 2025 bedeutete das für diese Branche einen überdurchschnittlich starken Anstieg um 16,1 Prozent. Ebenfalls stark betroffen war erneut das Baugewerbe mit +2,4 Prozent bzw. 172 Insolvenzen (16,1% Anteil an allen Unternehmensinsolvenzen).
Die Verbraucherinsolvenzen verzeichneten ebenfalls einen Zuwachs, wenn auch einen leichteren: Im 1. Halbjahr 2026 wurden 5.784 Insolvenzanträge von Verbrauchern gestellt, was einem Plus von 3,2 Prozent gegenüber den ersten sechs Monaten des Jahres 2025 entspricht. Zu der Zeit lag die Zahl der Verbraucherinsolvenzverfahren noch bei 5.605 Fällen.

