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Bau-Preise klettern weiter

Erdarbeiten und Brandschutz besonders gestiegen

Hannover, 14.10.2026 - Die Preise für den Neubau von Wohngebäuden sind im August gegenüber dem Vorjahresmonat um 5 Prozent gestiegen, teilt das Landesamt für Statistik Niedersachsen (LSN) mit. Dieser Anstieg ist damit der stärkste seit August 2023 (+6,1%). Im Mai 2026, dem vorherigen Berichtsmonat, hatte der Preisanstieg im Vorjahresvergleich noch 4,2 Prozent betragen. 

Die Preise für Rohbauarbeiten an Wohngebäuden stiegen im August 2026 im Vergleich zum Vorjahresmonat um 4,9 Prozent an. Den größten Anteil an den Rohbauarbeiten und auch am Gesamtindex für den Neubau von Wohngebäuden haben Beton- und Mauerarbeiten. Gegenüber August 2025 erhöhten sich die Preise für Betonarbeiten um 3,9 Prozent und für Mauerarbeiten um 3,5 Prozent. Besonders hohe Preissteigerungen gab es bei Erdarbeiten (+8,2%), Ramm-, Rüttel- und Pressarbeiten (+7,1%), Abdichtungsarbeiten (+7,1%) sowie Zimmer- und Holzbauarbeiten (+7,1%). Auch die Preise für Dachdeckungsarbeiten (+6,1%) und Klempnerarbeiten (+5,4%) lagen deutlich über dem Niveau des Vorjahresmonats.

◼︎ Auch Ausbauarbeiten teurer

Die Preise für Ausbauarbeiten an Wohngebäuden stiegen im August 2026 gegenüber dem Vorjahresmonat um 5,1 Prozent. Starke Preiserhöhungen wurden bei Dämm- und Brandschutzarbeiten an technischen Anlagen (+9,2%), raumlufttechnischen Anlagen (+8,0%), Tischlerarbeiten (+6,8%) sowie Maler- und Lackierarbeiten (+6,8%) verzeichnet. Neben Heizanlagen und zentralen Wassererwärmungsanlagen (+5,1%) zählen Metallbauarbeiten (+6,3%) und Tischlerarbeiten (+6,8%) zu den anteilsstärksten Ausbauarbeiten. Die Preise für Aufzugsanlagen, Fahrtreppen, Fahrsteige und Förderanlagen (-0,3%) sind im Vergleich zu August 2025 nahezu unverändert geblieben.

Gegenüber dem Vorjahresmonat erhöhten sich die Preise für den Neubau von Bürogebäuden um 5,4 Prozent und für den Neubau von gewerblichen Betriebsgebäuden um 5,1 Prozent. Die Preise für den Straßenbau lagen um 6,2 Prozent über dem Niveau des Monats August 2025. Damit setzte sich die im Vergleich zu den übrigen Bauwerksarten überdurchschnittliche Preisentwicklung fort, so das LSN.

 

 

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