André Schuler vermutlich Opfer einer gezielten Attacke in Messenger-Chat
Lüneburg, 22.07.2026 - Der Landratskandidat der SPD für den Landkreis Lüneburg, André Schuler, ist vermutlich Opfer eines politisch motivierten Hacker-Angriffs geworden. Wie die SPD am Morgen mitteilte, soll der Angriff bereits Ende Juni in einem Messenger-Konto, das Schuler sowohl privat als auch ehrenamtlich und in seinen politischen Funktionen nutzt, erfolgt sein. Mit den Ermittlungen ist mittlerweile das Landesamt für Verfassungsschutz betraut.
Bemerkt habe Schuler den Hack aufgrund verdächtiger Aktivitäten in einem seiner Messenger-Konten, teilte die SPD am Morgen mit. Dabei habe der Hacker über einen Gruppen-Chat zuerst ein Bild heruntergeladen und dieses im Anschluss in bearbeiteter Form wieder in die Gruppe gestellt.
"Für mich, wie auch für meine Familie, war es im ersten Moment ein Schock. Auch auf den zweiten Blick wirkt es surreal, dass Hacker mittlerweile bis auf die vermeintlich kleine, kommunale Ebene heruntergehen", sagt der SPD-Politiker zu dem Vorfall. "Wir, genau wie die Behörden, gehen nach den ersten Einschätzungen davon aus, dass es sich um eine klassische Einschüchterungstaktik handelt."
Zu Details wollte Schuler sich nicht äußern. Er geht aber davon aus, dass der Angriff politisch motiviert ist und im Zusammenhang mit seiner Kandidatur für das Landratsamt steht, da der Hacker ein Wahlplakat mit Schuler heruntergeladen und dieses verunstaltet wieder in den Chat hochgeladen habe, wie Schuler gegenüber LGheute erklärte.
Laut SPD reiht sich der Vorfall ein in Berichte von Hacker-Angriffen auf Journalisten und Politiker deutschlandweit zu Beginn des Jahres. Besonders betroffen seien die Messenger-Dienste Signal und WhatsApp. Auch SPD-Politiker auf der regionalen Ebene seien bereits Opfer solcher Angriffe geworden, so Schuler. Er selbst sei bislang unbehelligt geblieben.
Schuler will sich von dem Angriff nicht beeinflussen lassen. "Einschüchterungsversuche gegenüber ehrenamtlichen Politikern und Kandidaten sind inakzeptabel, werden aber keine Erfolge zeigen", ist der SPD-Kandidat überzeugt. Konsequenzen habe der Angriff für ihn dennoch: "Da ich meine Kommunikationsgeräte derzeit nicht wie gewohnt nutzen kann, muss ich schauen, wie ich meine Kommunikation aufrechterhalte" – für einen Politiker, der mitten im Wahlkampf steht, keine einfache Aufgabe.
Im Zusammenhang mit dem Hacker-Angriff bittet die SPD um Wachsamkeit: "Sollten im Namen von André Schuler ungewöhnliche oder verdächtige Nachrichten, Bilder, etc. auftauchen, bittet der Unterbezirk der SPD im Landkreis Lüneburg um Mitteilung unter

