Patienten müssen morgen mit längeren Wartezeiten bei der Notaufnahme rechnen
Lüneburg, 24.02.2025 - Von dem Streik der Gewerkschaft Verdi könnte morgen auch das Klinikum Lüneburg betroffen sein. Wie die Klinikleitung mitteilt, hat die Gewerkschaft auch die Beschäftigten des Klinikums aufgerufen, sich an dem morgigen ganztägigen Warnstreik zu beteiligen. Dadurch kann es zu Einschränkungen in der Patientenversorgung kommen, teilt das Klinkum mit. Die Versorgung lebensbedrohlich Erkrankter sei aber sichergestellt. In der Notaufnahme kann es aber zu längeren Wartezeiten kommen.
Auch geplante Operationen und Behandlungen müssen laut Klinikum wahrscheinlich abgesagt beziehungsweise verschoben werden. Die betroffenen Patienten werden persönlich informiert.
Geschäftsführer Dr. Michael Moormann kann die Gewerkschaftsvorwürfe gegenüber der Vereinigung der kommunalen Arbeitgeberverbände (VKA) nicht nachvollziehen: "Die am vergangenen Dienstag beendete zweite Runde der Tarifverhandlungen verlief weitgehend konstruktiv. Allerdings konnten wir von Arbeitgeberseite bisher noch kein Angebot vorlegen, was nichts mit Respektlosigkeit zu tun hat, wie vielfach unterstellt wird. Im Gegensatz zur Verhandlungsrunde 2022/2023 geht es diesmal nicht ausschließlich um eine lineare Gehaltserhöhung, sondern um mehr als 20 unterschiedliche Forderungen, die Verdi gemeinsam mit dem Deutschen Beamtenbund (dbb) aufgestellt hat. Das betrifft einerseits krankenhausspezifische Themen, andererseits aber auch konkrete Forderungen an andere Bereiche des öffentlichen Dienstes, unter anderem Nahverkehr, Stadt- und Versorgungswerke, Kommunen und Sparkassen. Um ein seriöses Angebot zu formulieren, das die Arbeitgeber vor dem Hintergrund ihrer schwierigen finanziellen Situation auch stemmen können, sind umfangreiche Detailanalysen notwendig. Das wissen auch die am Tisch sitzenden Verhandler, weshalb ja bereits im Vorfeld eine dritte Verhandlungsrunde für den 14. bis 16. März vereinbart wurde."