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SPD tritt am stärksten an

Deutliche Unterschiede beim Bewerber-Angebot zur Kommunalwahl in Lüneburg

Ungebrochene Anziehungskraft: Lüneburgs Rathaus. Foto: LGheuteLüneburg, 21.07.2026 - Wer Wahlen gewinnen will, braucht passende und glaubwürdige Argumente. Werden diese auch noch in ein taugliches parteipolitisches Programm geschnürt, ist viel gewonnen, aber noch nicht alles. Denn zur Unterfütterung der Ernsthaftigkeit des adressierten Angebots gehört auch der Nachweis, es auch personell umsetzen zu können. Überzeugende Spitzen-Kandidaten sind das eine. Das andere ist, wie viele sie in der Partei hinter sich haben, um ihre Ziele zu erreichen. Bei der anstehenden Kommunalwahl in Lüneburg liegt die SPD mit ihrem Kandidaten-Angebot vorn, dicht gefolgt von den Grünen. Spannend aber ist auch der Blick auf die zweite Garde.

Bei den Kommunalwahlen am 13. September stehen in Lüneburg drei Wahlen an:

  • Wahl des Rates der Stadt und Wahl des Kreistages
  • Wahl des Oberbürgermeisters der Stadt Lüneburg und Wahl des Landrats des Landkreises Lüneburg
  • Ortsratswahlen in den Lüneburger Ortsteilen Oedeme und Ochtmissen

In den Rat der Stadt Lüneburg können insgesamt 42 Abgeordnete gewählt werden. Die Sitze werden je nach Abschneiden der Parteien bei der Wahl vergeben. Hier wird sowohl nach der Anzahl der Erststimmen (Wahl eines Kandidaten) als auch nach der Anzahl der Zweitstimmen (Wahl einer Partei) gewichtet. Obendrein werden auch noch die Ergebnisse aus den vier Wahlbereichen (1 – Nordwest, 2 – Nordost, 3 – Südwest, 4 – Südost) zugrunde gelegt, in die Lüneburg unterteilt ist. In den vier Wahlbereichen treten die nachfolgenden Parteien mit folgender Berwerber-Anzahl an:

  • SPD: 56 Bewerber
  • Grüne: 50 Bewerber
  • CDU: 25 Bewerber
  • FDP: 21 Bewerber
  • Die Linke: 18 Bewerber
  • Die Partei: 7 Bewerber
  • AfD Niedersachsen: 6 Bewerber
  • Volt: 5 Bewerber
  • BSW Niedersachsen: 4 Bewerber
  • dieBasis LV Niedersachsen: 3 Bewerber

Hinzu kommen die Wahlen für die beiden Lüneburger Ortsteile Ochtmissen und Oedeme

Ortsratswahl Ochtmissen (9 Sitze werden vergeben):

  • Wählergemeinschaft für Ochtmissen: 12 Bewerber
  • dieBasis LV Niedersachsen: 1 Bewerber

Ortsratswahl Oedeme (7 Sitze werden vergeben):

  • CDU: 5 Bewerber
  • Grüne: 5 Bewerber
  • SPD: 3 Bewerber
  • FDP: 2 Bewerber
  • dieBasis LV Niedersachsen: 1 Bewerber

◼︎ Grüne ohne OB-Kandidatin, CDU resigniert, FDP will's wissen 

Beim Blick auf die Bewerber-Anzahl der einzelnen Parteien wird schnell klar, welche Partei die Entscheidung sucht. Hier sind SPD (56 Berweber) und Grüne (50) vorn, zumindest in ihrem jeweiligen Anspruch. Ob sie ihn auch realisieren können, ist offen, vor allem bei den Grünen, die mit Claudia Kalisch eine Oberbürgermeisterin zu verantworten haben, die in Lüneburg zwar jahrelang Grüne Fahrrad-Politik betrieben hat, sich in ihrem OB-Wahlkampf aber nicht mehr unter das Logo der Grünen stellen mag – Machterhalt vor Partei-Raison, Grüne Real-Politik.  

Spannend ist aber auch der Blick auf die zweite Reihe. Hier sind CDU (25 Bewerber) und FDP (21) dicht beieinander. Doch es gibt einen gravierenden Unterschied: Während die CDU im Rat noch mit acht Sitzen aufwarten kann, bringt es die FDP aktuell nur auf drei Sitze. Woraus sich die Frage ergibt: Warum ist die CDU so schwach aufgestellt und die FDP im Vergleich dazu so stark? Eine Erklärung: Wer kein überzeugendes Personal und Programm anzubieten hat, findet auch wenig Mitsteiter. Die andere Erklärung: Wer überzeugende Argumente für sein Pogramm hat, findet auch viele Mitstreiter. Am 13. September wird offenbar, wer dafür auch das Kreuz der Wähler findet.

Über die Zulassung der Wahlvorschläge entscheidet der Wahlausschuss in seiner Sitzung am Mittwoch, 22. Juli. Der Wahlausschuss setzt sich zusammen aus der Wahlleitung sowie Vertretern von Parteien und Vertrauenspersonen der Kandidaten. Die offizielle Bekanntmachung der zugelassenen Kandidaturen erfolgt im Anschluss an die Sitzung des Wahlausschusses.

 

 

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