Rat beschließt überfälliges Schutzkonzept für Veranstaltungen
Lüneburg, 05.07.2026 - Beim kürzlich ausgerichteten Stadtfest wurde es bereits leihweise installiert, nun soll Lüneburg dauerhaft ein tragfähiges Sicherheitskonzept zum Schutz von Veranstaltungen erhalten. In seiner jüngsten Sitzung hat der Rat die Verwaltung beauftragt, noch in diesem Jahr eigene mobile Fahrzeugsperren anzuschaffen. Dafür sind rund 740.000 Euro vorgesehen.
Die mobilen Systeme sind zertifiziert und können bei Veranstaltungen im gesamten Stadtgebiet eingesetzt werden. Sie sollen nach und nach die bisher genutzten Betonblöcke und Fahrzeuge ersetzen, die "nicht mehr den neuesten Sicherheitsstandards entsprechen", teilte die Stadtverwaltung mit. Tatsächlichen Schutz hatten die aufgestellten Betonblöcke allerdings zu keiner Zeit geboten, da Fahrzeuge weiterhin ungehindert Zufahrt zu den Veranstaltungsplätzen Markt und Am Sande und angrenzenden Straßen und Fußgängerzonen hatten.
Mit dem neuen "Zufahrtsschutzkonzept" sollen Veranstaltungen und stark frequentierte Bereiche besser vor unbefugtem Verkehr geschützt werden. "Mit der Kombination aus mobilen Fahrzeugsperren und einem gut funktionierenden Pollersystem erhöhen wir die Sicherheit deutlich. Wir können so flexibel auf unterschiedliche Situationen reagieren", sagt Oberbürgermeisterin Claudia Kalisch.
Die neue Technik habe sich beim jüngsten Stadtfest bewährt, Polizei, Besucher und der Einzelhandel hätten die Maßnahmen durchweg positiv beurteilt, so das Rathaus. Bis die neuen Systeme vollständig zur Verfügung stehen, wird die Stadt weiterhin mobile Sperren anmieten, um Veranstaltungen sicher durchführen zu können. Finanziert werden sollen die Maßnahmen aus Bundesmitteln.
◼︎ Weitere feste Polleranlagen geplant
Zusätzlich sollen im kommenden Jahr weitere feste, versenkbare Polleranlagen an der Bardowicker Straße, An den Brodbänken, in der Roten Straße und Bei der St. Johanniskirche installiert werden. Insgesamt werden dafür rund 380.000 Euro kalkuliert.
Die festen Poller sollen künftig den Alltag in der Fußgängerzone regeln: Lieferverkehr soll weiterhin in den Morgenstunden möglich sein, außerhalb dieser Zeiten wird die Zufahrt automatisch eingeschränkt. Dann sollen sich die Polleranlagen so steuern lassen, dass Rettungsfahrzeuge, Pflegedienste, Lieferverkehr, ÖPNV, Taxen, Handwerker und Anwohner passieren können. Bei Großveranstaltungen dürfen nur noch Einsatz- und Rettungsfahrzeuge passieren.

