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Der Fahrradring soll weiter wachsen

Rat gibt grünes Licht für Abschnitt Ilmenaustraße und Altenbrückertorstraße 

Auf Fahrradstraßen haben Radfahrer Vorfahrt. Foto: LGheuteLüneburg, 02.07.2026 - Lüneburgs Fahrradring soll weiter wachsen. Das beschloss der Rat der Stadt in seiner jüngsten Sitzung. Konkret geht es um den Abschnitt Ilmenaustraße / Altenbrückertorstraße. Dieser Abschnitt soll – wie auch die bereits bestehenden – als sogenannte unechte Fahrradstraße ausgewiesen werden. Hierbei hat der Fahrradverkehr zwar Vorrang, motorisierter Verkehr ist aber ebenfalls zugelassen. Auch die vorhandenen Parkplätze sollen erhalten bleiben.

Die aktuelle Planung sieht vor, den Radverkehr im Mischverkehr auf einer durchgehend 5,50 Meter breiten Fahrbahn zu führen. Ergänzend sind Maßnahmen vorgesehen, die insbesondere die Sicherheit für abbiegende Radfahrr erhöhen sollen, etwa durch Sperrflächen und Inseln. Gleichzeitig sollen die Gehwege barrierefrei ausgebaut und – wo dies möglich ist – verbreitert werden. Auch die Aufenthaltsqualität entlang der Ilmenau soll verbessert werden, alle Bestandsbäume sollen erhalten bleiben.

Die Querparkstände im südlichen Abschnitt der Ilmenaustraße sollen erhalten bleiben, das war Vorgabe des Rates. Dadurch reduziert sich die Gehwegbreite auf rund 1,50 Meter über eine Länge von etwa 100 Metern. Als Ausgleich soll eine zusätzliche Querungsmöglichkeit für Fußgänger geschaffen werden. Im nördlichen Bereich werden zudem Fahrradbügel versetzt, um den gewünschten Erhalt der Pkw-Stellplätze zu ermöglichen. Insgesamt bleibe die Zahl der Stellplätze mit 72 bis 73 auf dem heutigen Stand, teilte die Stadtverwaltung mit.

"Trotz der notwendigen Kompromisse verbessert die Planung die Sicherheit für den Radverkehr spürbar", sagt Lüneburgs Verkehrsdezernent Markus Moßmann, dessen Worten eine gewisse Ablehnung der politischen Vorgaben zu entnehmen ist. Die überarbeitete Planung erfülle aber weiterhin die Voraussetzungen für die bereits eingeworbenen Fördermittel: Für Maßnahmen, die den Radverkehr entlang des Rings fördern, werden rund 2,6 Millionen Euro aus Bundesmitteln zur Verfügung gestellt, eine Förderquote von bis zu 90 Prozent. Die bauliche Umsetzung ist für die Jahre 2027/2028 vorgesehen.

 

 

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