OB-Kandidat Heiko Meyer wehrt sich gegen Behauptungen der "Landeszeitung"
Lüneburg, 18.06.2026 - Der plötzliche Rückzug von Oliver Wozniok (SPD) von seiner Kandidatur für das Oberbürgermeister-Amt in Lüneburg heizt in der Stadt die Spekulationen um das weitere Vorgehen der SPD mächtig an. Mit wem will die Partei jetzt ins Rennen gehen, präsentiert sie einen neuen Kandidaten oder wird sie die Bewerbung eines anderen Kandidaten unterstützen? In den Blick ist dabei auch der parteilose Heiko Meyer geraten. Der sieht sich allerdings "falschen Behauptungen" seitens der Lüneburger "Landeszeitung" ausgesetzt.
"Die LZ behauptet, ich hätte bei der SPD angeklopft. Das ist definitiv falsch", sagt Heiko Meyer, der über einen LZ-Artikel hörbar entrüstet ist, in dem es heißt, er habe offenbar geprüft, ob die SPD ihn unterstützen würde. Allerdings solle die Resonanz verhalten gewesen sein. "Ich weiß nicht, wie die darauf kommen. Das ist ein Unding, so etwas einfach in die Welt zu setzen." Er habe dazu mit keiner SPD-Führungsperson gesprochen, erklärte Meyer gegenüber LGheute.
Weil er das nicht auf sich sitzenlassen wollte, hatte Meyer sich umgehend an den zuständigen Redakteuer gewandt, "doch der sagte nur, ich könne das ja dementieren". Und auch das macht Meyer geradezu fassungslos: "Die setzen einfach irgendwas in die Welt und ich soll das dann dementieren? Was ist das denn für ein Journalismus?" Er will deshalb einen anderen Weg gehen: "Mir reicht es, ich kenne das schon aus früheren Zeiten. Ich werde eine Gegendarstellung erwirken."
Zur Einordnung: Das Presserecht gewährt jedem eine Gegendarstellung, der eindeutig erkennbar von einer negativen öffentlichen Äußerung in dem jeweiligen Medium betroffen ist. Dabei hat das Medium, in diesem Fall die "Landeszeitung", die Gegendarstellung angemessen zu berücksichtigen, unabhängig davon, ob der Sachverhalt zutreffend ist oder nicht.
Der Lüneburger OB-Wahlkampf scheint damit nun so richtig in Fahrt zu kommen. Morgen will die SPD bekanntgeben, wie sie sich im OB-Wahlkampf weiter positioniert: ob sie noch einmal mit einem neuen eigenen Kandidaten antritt oder einen anderen Bewerber unterstützt. Gute Aussichten hätte hier Heiko Meyer (LGheute berichtete).

