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Böse Überraschung vorm "Überraschungstag"

Ein lange geplanter Kita-Ausflug wäre fast geplatzt, weil die Stadtverwaltung ihre Zusage zurückzog – Rathaus spricht von "Missverständnis"

Die Kita Marienplatz in Lüneburg. Foto: LGheuteLüneburg, 01.06.2026 - Alles war seit Wochen vorbereitet, beantragt und geplant, doch dann kam am Freitag, nur vier Tage vor dem morgigen großen "Überraschungstag" für die sechs angehenden ABC-Schützen aus der Kita Marienplatz, die Absage aus dem Rathaus. Die Oberbürgermeisterin brauche den zugesagten Bus selbst, der für die Fahrt mit den Kindern ins Blaue vorgesehen war, berichtet eine enttäuschte Mutter. Der Ausflug stand damit auf der Kippe, denn ans Umorganisieren war nicht mehr zu denken. LGheute hakte im Rathaus nach, dort spricht man von einem "Missverständnis". 

Die Nachricht, die am Freitag um 12.45 Uhr in der Kita eintraf, hat Ernestin Eggeling "sehr geärgert", sagt die Mutter, deren sechsjähriger Sohn sich ebenso wie fünf weitere Kita-Kinder schon mächtig auf den morgigen "Überraschungstag" gefreut hatte. Seit Jahren ist dieser Tag in der Kita Tradition und nur für die Kinder bestimmt, die vor dem Eintritt ins Schulleben stehen. Morgen sollte es für nach Sammatz gehen.

Doch der Ausflug drohte unverhofft auszufallen. "Der Bus stehe leider nicht zur Verfügung, da das Auto der Oberbürgermeisterin kaputt sei, teilte uns das Rathaus mit", berichtet Ernestin Eggeling, die zusammen mit den anderen Eltern plötzlich vor der Frage stand, wie der Ausflug ohne Fahrzeug noch zu organisieren sei. "Wir haben alles versucht, doch in der Kürze der Zeit und noch dazu so kurz vor dem Wochenende war da eigentlich nichts mehr zu machen."

Denn an eine Anmietung eines Busses für sechs Kinder und drei Begleiter war nicht zu denken, da hierfür auch ein Fahrer mit Personenbeförderung benötigt worden wäre. Auch die Nutzung eigener Pkw musste verworfen werden, da auch hier die Erlaubnis der Eltern erforderlich gewesen wäre, "und das war am Wochenende nicht mehr machbar". Zu dem Vorschlag aus dem Rathaus, den Überraschungstag einfach zu verschieben, kann Ernestin Eggeling nur den Kopf schütteln:"Wie soll das gehen, wenn man dafür mindestens vier Wochen vorher einen neuen Antrag stellen muss? Dann ist ja längst Ferienzeit."

◼︎ Bus war nicht für die Oberbürgermeisterin gedacht

Von einer Absage seitens der Stadtverwaltung will man im Rathaus allerdings nichts wissen. "Da gab es ein Missverständnis, das mittlerweile geklärt ist", teilte Pressesprecherin Ann-Kristin Jenckel mit. Auch sei es nie darum gegangen, dass die Oberbürgermeisterin das Auto benötigte. "Ich weiß nicht, woher diese Information stammt, aber sie ist ein Missverständnis und nicht korrekt."

Vielmehr sollte der Bus als Ersatzfahrzeug für Techniker dienen, die ihn für einen Ausschuss des Rates am Dienstag benötigten, so Jenckel weiter. "Die Techniker nutzen zum Transport der Technik normalerweise den städtischen Caddy, dieser schien für diese Woche kurzfristig auszufallen. Da der Caddy nun doch nicht ausfällt, haben wir der Kita heute Bescheid gegeben, dass der Bus genutzt werden kann."

An ein "Missverständnis" mag Ernestin Eggeling zwar nicht glauben – "da gab es eine klare Absage" –, sie ist aber froh, dass das Problem nun doch aus der Welt ist und hofft, dass die Kinder ihren morgigen "Überraschungstag" ohne weitere böse Überraschungen genießen können. 

 

 

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