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Schwarze Kästen für mehr Daten

In Lüneburg sind jetzt Verkehrsmessgeräte im Einsatz

Auf dem Tablet können Lars Hoffmann (l.) und Ludwig Pinkernelle aus dem Bereich Mobilität die Verkehrsmessungen abbilden und auswerten. Foto: Stadt LüneburgLüneburg, 06.02.2026 - Wer planen will, braucht Daten. Das gilt auch für die Stadt Lüneburg, die dabei ist, die Verkehrswege für morgen zu planen. Weil die Daten aus der letzten Verkehrszählung von 2013 inzwischen aber überholt sein dürften, muss neu erfasst werden, wer wann wo langfährt. Die Stadtverwaltung setzt deshalb jetzt Verkehrsmessgeräte an Knotenpunkten der Innenstadt ein.

Die Geräte können Fahrzeuge und Personen in bis zu elf Objektklassen unterscheiden, teilt das Rathaus anlässlich der Installation der ersten Geräte mit. Damit können Pkw, Lkw und Busse ebenso erfasst werden wie Fahrräder, Lastenräder oder auch Fußgänger. Neben der reinen Zahlenerfassung misst die Software zudem die Geschwindigkeiten und erkennt, wie viele Verkehrsteilnehmer an Kreuzungen abbiegen. So entstehe Datenmaterial, das Grundlage für zukünftige Planungen ist.

Sorgen, dass die Geräte damit auch Verkehrssünder aufzeichen und das Ordnungsamt mit Bußgeldbescheiden folgt, sind angeblich unbegründet. Die Systeme arbeiteten "vollständig DSGVO-konform", also gemäß der Datenschutz-Grundverordnung, so das Rathaus. "Es wird zu keinem Zeitpunkt Videomaterial gespeichert oder eine Person identifizierbar erfasst." Stattdessen erkenne die Software Bewegungen in Echtzeit und speichere nur anonyme Datenpunkte – etwa, wo ein Radfahrer links abgebogen ist.

 

 

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