"Linke" greifen Thema im Rat der Stadt auf
Lüneburg, 08.01.2026 - Die Baum-Besetzer, die seit Tagen im Lüner Holz gegen den Weiterbau der A39 protestieren, wollen ihren Widerstand trotz der extremen Wetterlage fortsetzen. Wie die Gruppe heute mitteilt, sei man gut durch die letzten Tage gekommen. Kritik wurde erneut an der Lüneburger Polizei geübt. Die Stadtratsfraktion der "Linken" will das Thema im Rat zur Sprache bringen.
Wie berichtet, hatte die Polizei am 21. Dezember im Zuge einer versammlungsrechtlichen Aktion rund 25 Teilnehmer begleitet, die sich auf den Weg von der Lüneburger Innenstadt zu den Baum-Besetzern aufgemacht hatten. Dort stellten die Beamten ein Dutzend weitere Personen fest, die weitere Holzteile und Seile zu den Baumplattformen transportierten. Weil sowohl Polizei als auch Stadtverwaltung die beiden Plattformen zuvor bereits als rechtlich nicht zulässig und somit als Gefahr für die öffentliche Sicherheit und Ordnung eingeordnet hatten, wurde der Weiterbau untersagt und das Material abtransportiert. Die bereits installierten Plattformen sowie zwei in den Bäumen vermutete Personen waren von diesen Maßnahmen nicht betroffen.
Die A39-Gegner kritisieren das Vorgehen der Polizei. Dies sei ohne Nennung einer Rechtsgrundlage erfolgt. Der Polizeieinsatz hat nun auch die Lüneburger Politik erreicht. Die Stadtratsfraktion der "Linken" hat dazu eine Anfrage zur kommenden Ratssitzung eingereicht.
Die Baum-Besetzer wollen ihren Protest fortsetzen. Es gehe um das "Verhindern einer Autobahn für Rheinmetall und VW, über den Schutz dieses Waldes, bis zum Aufbauen von Utopien!", so die Gruppe, die sich selbst "Flederhörnchen" nennt. Man sei "gekommen um zu bleiben. Auch zum Schutz von Fledermäusen, Eichhörnchen und weiteren Tieren".

