Autorenlesung mit Lorenz Hemicker im Nord-Ost-Institut
Lüneburg, 01.08.2026 - 1941 ermorden die SS und ihre Helfer über 27.000 Juden im Wald von Rumbula, einem Ort in Lettland. Die Gruben, in denen die Menschen erschossen wurden, waren zuvor von dem SS-Offizier Ernst Hemicker konstruiert worden. Verurteilt wurde er dafür nie. Ernst Hemicker ist der Großvater von Lorenz Hemicker. Der Journalist der "Frankfurter Allgemeinen Zeitung" hat sich auf Spurensuche gemacht und seine Ergebnisse in seinem 2025 erschienenen Buch "Mein Großvater, der Täter" veröffentlicht. In einer Autorenlesung am 6. August trägt er daraus vor.
In der Ankündigung zu der Veranstaltung heißt es: "Als Lorenz Hemicker gemeinsam mit seinem Vater nach Lettland reisen will, um mehr über die Taten von Ernst Hemicker zu erfahren, stirbt der Vater unerwartet. Für Lorenz Hemicker wird diese Zäsur der Beginn einer jahrelangen Suche nach den Spuren seines Großvaters. Sie führt ihn an den Ort des Massakers, zu Überlebenden des Holocaust in Riga und in die Tiefen deutscher Weltkriegsarchive."
Lorenz Hemicker wurde 1978 in Gummersbach geboren und ist im Sauerland aufgewachsen. In Aachen studierte er zunächst Architektur, dann Kommunikationswissenschaft, Politikwissenschaft und Volkswirtschaftslehre. Von 2008 bis 2014 war er Chef vom Dienst des sicherheitspolitischen Magazins Loyal. 2014 wechselte er zur Frankfurter Allgemeinen Zeitung und schrieb ab 2017 in der Politikredaktion. Seit Juli 2023 ist er Chef vom Dienst von FAZ.Net.
Die Veranstaltung findet statt im Nord-Ost-Institut, Lindenstraße 31 in Lüneburg, Beginn ist um 18 Uhr. Der Eintritt ist frei, eine Anmeldung nicht erforderlich.

