Das Ostpreußische Landesmuseum überzeugt mit eindrucksvoller Sonderausstellung
Lüneburg, 04.05.2026 - Es gibt nur wenige Filme, die auch über Jahrzehnte ihren Kult-Status behaupten. Einer davon ist "Blow Up", 1966 erschienen und 1967 bei den Internationalen Filmfestspielen in Cannes mit der Goldenen Palme ausgezeichnet. Vera von Lehndorff, 1939 in Königsberg geboren und als "Veruschka" in den 1960er-Jahren als Fotomodell zu Berühmtheit gelangt, schaffte mit diesem Film auch den Durchbruch als Schauspielerin. Sie gilt als eine der Ikonen der 1960er- und 1970er-Jahre und als erstes deutsches Supermodel. Ihr und ihrem Fotografen widmet das Ostpreußische Landesmuseum eine Sonderausstellung.
Vera von Lehndorff, korrekt: Vera Anna Gottliebe Gräfin von Lehndorff, wurde 1939 in Königsberg geboren und wuchs auf Schloss Steinort auf. Ihr Vater war als Gutsherr in das Attentat vom 20. Juli 1944 involviert und wurde im Herbst desselben Jahres von den Nationalsozialisten hingerichtet. In den 1960er-Jahren wurde sie als Fotomodell entdeckt und erlangte unter dem Namen "Veruschka" internationale Berühmtheit. Mit ihrer Rolle im Film „Blow-Up“ von Michelangelo Antonioni etablierte sie sich auch als Schauspielerin.
Zusammen mit Holger Trülzsch schuf sie in den 1970er- und 1980er-Jahren unterschiedliche Foto-Projekte, in deren Mittelpunkt die Inszenierung und künstlerische Verfremdung ihres Körpers mittels Bodypainting stand. Sie gelten damit als frühe Pioniere der Kunst der Körperbemalung. Ihre Werke wurden in den renommiertesten Museen in den USA und Europa gezeigt, unter anderem in New York, Paris und Mailand.
Im Rahmen einer Kuratorenführung gibt Jan Rüttinger am Dienstag, 19. Mai, ab 14.30 Uhr, einen Einblick in das Werk und die Arbeitsweise von Holger Trülzsch und Vera von Lehndorff. Die Führung durch die Sonderausstellung soll einen Einblick in das Werk und die Arbeitsweise von Holger Trülzsch und Vera Lehndorff geben. Das ikonische Künstlerduo schuf, so das Museum, "eine Reihe von Bodypainting- und Performance-Arbeiten, die heute als bedeutender Beitrag zur Body Art sowie zur konzeptuellen und skulpturalen Fotografie gelten". Im Zentrum steht der menschliche Körper als Bildträger und Ort künstlerischer Transformation.
Eine Anmeldung unter Tel. 04131-759950 oder

