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Ein Juwel aus dem 13. Jahrhundert

Stadt bietet Führungen auf dem St. Nikolaihof in Bardowick an

Die Gebäude des Nikolaihofs wurden in den vergangenen Jahren aufwendig restauriert. Foto: Stadt LüneburgLüneburg, 02.05.2026 - Der St. Nikolaihof am südlichen Rand von Bardowick gehört, was nicht allen bekannt ist, administrativ nicht nur zu Lüneburg, er ist auch ein besonderer Ort mit über 750 Jahren Geschichte. Seit einigen Jahren wird die Anlage unter Einsatz von Städtebaufördermitteln schrittweise saniert und wiederbelebt. Zum Tag der Städtebauförderung am Sonnabend, 9. Mai, lädt die Stadtverwaltung zu Führungen auf dem St. Nikolaihof ein.

Bereits 1251 wurde das zur heutigen Zeit unter Denkmalschutz stehende Ensemble als "Haus der armen Kranken" erstmals erwähnt. Denn früher war der Nikolaihof ein Lepra-Hospital. Die Lepra, eine unheilbare und mit jahrelangem Siechtum verbundene Krankheit, war mit den Kreuzzügen nach Deutschland gekommen. Aus Angst vor Ansteckung brachte man die Kranken allerorts in Häusern außerhalb der Stadtmauern unter, in denen sie abgeschlossen lebten. Als die Lepraseuche zurückging, entwickelte sich der Nikolaihof zu einem Wohnort für ältere Menschen.

Bei den Führungen gibt es Einblicke in bereits abgeschlossene sowie in geplante Sanierungsvorhaben. Besichtigt werden das Provisorat von 1559 (Gebäude 19) und die Pilgerwohnung im Organistenhaus (Gebäude 19a) mit restaurierten Deckenmalereien aus dem 17. Jahrhundert.

Führungen gibt es um 10 und um 12 Uhr, Treffpunkt ist vor dem Eingang der Kapelle. Interessierte melden Sie sich unter Angabe ihrer Wunsch-Uhrzeit per E-Mail an: Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein.". Die Teilnehmerzahl ist auf 25 Personen pro Führung begrenzt.

 

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