Stadt stopft weiter das Riesen-Finanzloch für Lüneburgs Museen
Lüneburg, 26.03.2026 - Die beiden defizitären städtischen Museen – das Deutsche Salzmuseum und das Museum Lüneburg – können aufatmen, zumindest vorerst. In der jüngsten Stiftungsratssitzung überreichte der Stadtkämmer, Kulturdezernent und zugleich Stiftungsratsvorsitzende Matthias Rink dem Vorstand der Museumsstiftung Lüneburg die erneuerte Patronatserklärung der Hansestadt und die damit verbundene satte Finanzspritze. Sie soll den beiden Museen einen Zuschuss zur Deckung der erforderlichen Aufwendungen bis 2030 sichern.
Der jährliche Zuschuss beträgt 1.650.000 Euro und erhöht sich ab 2027 um die tarifbedingten Personalkostensteigerungen und die Inflationsrate. Das hatte der Rat der Hansestadt auf Empfehlung des Kultur- und Partnerschaftsausschusses beschlossen.
Mit der Patronatserklärung und der damit verbundenen Finanzzusage zeige die Stadt Lüneburg "Verantwortung gegenüber der Museumsstiftung", teilte die Stadtverwaltung mit. Damit werde gewährleistet, dass beide Museen ihre Aufgaben "nach den internationalen Standards für qualitätvolle Museumsarbeit wahrnehmen können".
Vorstand und Stiftungsrat zeigten sich erfreut über Zusicherung. Neben den Vorsitzenden der drei Fördervereine – Förderkreis Industriedenkmal Saline, Museumsverein und Naturwissenschaftlicher Verein für das Fürstentum Lüneburg – sind auch die Vertreter aus den Fraktionen von SPD, CDU, Grünen, FDP und Linken im Stadtrat, der Landkreis Lüneburg, die Leuphana Universität sowie zwei externe Fachwissenschaftler Mitglieder des Stiftungsrats.
In der Stiftungsratssitzung wurden Prof. Dr. Heike Düselder als Vorstandsvorsitzende, die das Amt seit 2014 ausübt, und Dr. Alexandra Hentschel als Stellvertreterin wiedergewählt. Zu der Patronatserklärung sagte die Vorsitzende: "Wir schauen jetzt gemeinsam nach vorn und wollen dazu beitragen, dass unsere Kulturstadt Lüneburg ihr kulturelles Erbe weiterhin bewahren und mit Stolz zeigen kann. Museen sind als Orte der Bildung und Identitätsstiftung heute wichtiger denn je."

