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Großbrand in Embsen bekämpft

Mehr als 200 Einsatzkräfte stellten sich erfolgreich gegen die Flammen 

Vom frühen Morgen bis zum Mittag kämpften die Einsatzkräfte gegen die Flammen. Foto: FF IlmenauEmbsen, 15.03.2026 - Der gestern Morgen in Embsen ausgebrochene Großbrand konnte erfolgreich bekämpft werden. Am frühen Nachmittag hatten die zahlreich herbeigerufenen Feuerwehren das Feuer gestern löschen können. Zuvor gab es Warnungen an die Bevölkerung, Fenster und Türen geschlossen zu halten. Am Ende brauchte es mehr als 200 Einsatzkräfte, um die Flammen unter Kontrolle zu bringen und benachbarte Gebäude zu schützen. Nachfolgend der ausführliche Bericht der Samtgemeinde-Feuerwehr Ilmenau. 

Heute Morgen (14.03.2026) wurden die Ortsfeuerwehren Embsen und Oerzen um 5.55 Uhr mit dem Stichwort B2 – Gebäude in die Lindenstraße nach Embsen alarmiert. Beim Eintreffen der ersten Kräfte standen ein Pkw sowie Teile der Holzfassade und der Dachüberstand einer Lagerhalle bereits in Flammen. Aufgrund der schnellen Brandausbreitung wurde das Einsatzstichwort bereits um 6.02 Uhr auf B3 und um 6.07 Uhr schließlich auf B4 erhöht. Dadurch wurden zahlreiche weitere Feuerwehren aus den Samtgemeinden Ilmenau, Gellersen und Ostheide alarmiert. Zusätzlich rückten eine Drehleiter sowie ein Tanklöschfahrzeug der Feuerwehr Lüneburg an.

Das Deutsche Rote Kreuz (DRK) Lüneburg wurde ebenfalls zur Einsatzstelle entsandt, um die Einsatzkräfte mit einem Rettungswagen abzusichern, es übernahm im weiteren Einsatzverlauf die Verpflegung der mehr als 200 eingesetzten Kräfte. Das ersteintreffende Löschfahrzeug aus Embsen leitete umgehend eine Riegelstellung ein, um angrenzende Gebäude zu schützen. Diese Maßnahme wurde durch nachrückende Kräfte fortgeführt und ausgebaut. 

Der dabei erfolgte massive Wassereinsatz zeigte Wirkung: Zwei angrenzende Hallen konnten vor den Flammen geschützt werden. Der Brand beschränkte sich zu diesem Zeitpunkt auf eine als Lagerhalle genutzte Tischlerei sowie einen angrenzenden zweigeschossigen Gebäudeteil mit Aufenthaltsräumen der zugehörigen Firma. Um den hohen Wasserbedarf zu decken, wurden mehrere Hydranten im Umfeld genutzt. Zusätzlich mussten zwei nahegelegene Bohrbrunnen sowie ein Bohrbrunnen mit Tiefpumpe auf dem Gelände der Schule in die Wasserversorgung eingebunden werden. Hierfür wurden längere Schlauchleitungen sowie Verstärkerpumpen aufgebaut. In diesem Zusammenhang kam es zu zeitweisen Beeinträchtigungen im Straßen- und Busverkehr.

Gegen 8 Uhr wurde ein Abrissbagger sowie ein Radlader der Firma Lünerecycling zur Einsatzstelle angefordert. Die Fahrer sind ausgebildete Atemschutzgeräteträger und dürfen daher mit ihren Maschinen auch in verrauchten Bereichen arbeiten. Vor Ort wurde das Dach der betroffenen Gebäude teilweise geöffnet, sodass weitere Brandherde über die Drehleiter gezielt abgelöscht werden konnten.

Die Verpflegungskomponente des DRK richtete eine Versorgungsstation für die Einsatzkräfte auf dem Gelände der Firma Landtechnik Stehr ein. Dankenswerterweise konnten dort auch die Sanitäranlagen genutzt werden. Bereits vor dem Aufbau der offiziellen Verpflegung botenzahlreiche Anwohner den Einsatzkräften Snacks und Getränke an – hierfür bedankt sich die Feuerwehr ausdrücklich.

Aufgrund der zeitweise starken Rauchentwicklung wurde eine Bevölkerungswarnung veranlasst. Diese erfolgte sowohl über Warn-Apps als auch über Lautsprecherdurchsagen. Zusätzlich wurde der ABC-Zug des Landkreises Lüneburg alarmiert, um Schadstoffmessungen im Nahbereich durchzuführen. Eingesetzte Atemschutzgeräteträger wurden zunächst durch die Hygienekomponente des Gerätewagens Logistik aus Deutsch Evern dekontaminiert. Anschließend bestand im Bauhof der Samtgemeinde Ilmenau die Möglichkeit zu duschen und saubere Trainingsanzüge zu erhalten. So konnte eine mögliche Kontaminationsverschleppung verhindert werden.

Um 12.09 Uhr konnte schließlich die Meldung "Feuer unter Kontrolle" gegeben werden. Im Anschluss begann der schrittweise Rückbau der Einsatzstelle, und erste Kräfte konnten aus dem Einsatz entlassen werden. Die Ortsfeuerwehren Embsen, Oerzen und Kolkhagen führten anschließend noch Nachlöscharbeiten durch, löschten letzte Glutnester ab und bauten Schlauchleitungen zurück. Gleichzeitig wurde die Bevölkerungswarnung aufgehoben. Um 14 Uhr meldete die Einsatzleitung schließlich "Feuer aus".

Ein Bericht von Lenny Koch, stellv. Samtgemeindefeuerwehrpressewart Ilmenau.

Die Feuerwehren verhinderten ein Übergreifen der Flammen auf benachbarte Gebäude. Foto: II Ilmenau

 

 

 

 

 

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