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Aufgelesen: Horrorwahlnacht

Foto: LGheute20.09.2026 - Ironie, heißt es, komme in den Medien nicht gut an, Leser, Zuhörer und Zuschauer verstünden die mal mehr und mal weniger deutlichen Zwischentöne nicht so recht. Das mag sein, hängt aber zu nicht geringen Teilen auch davon ab, wer den Ton anschlägt und wieviel Wahrheitsgehalt mit dem Vorgetragen verbunden ist. Auf das rutschige Parkett der Ironie hat sich heute die "Welt am Sonntag" begeben mit ihrem lesenswerten Kommentar zu den heutigen Wahlen in Berlin und Mecklenburg-Vorpommern. Interessant dabei: Ausnahmsweise mal nicht die Politik, sondern die Medienindustrie wurde dabei in den Blick genommen.

In dem Kommentar mit dem Titel "Horrorwahlnacht" heißt es: "Psychologen warnen vor einem schwarzen Montag, denn sowohl in Berlin als auch in Meckpomm wird die AfD bei der Regierungsbildung keine Rolle spielen. Das stürzt die Medienindustrie in eine existenzielle Krise. Seit Monaten hat man die Machtübernahme der AfD in Sachsen-Anhalt medial begleitet und bis zu elfmal am Tag davor gewarnt. Doch jetzt wird man zum ersten Mal seit 1.433 Tagen nur am Rande über die AfD sprechen können, in Leitartikeln kann nicht zum hundertsten Mal analysiert werden, wie es dazu kommen konnte, welche Fehler Merkel gemacht hat, welche Themen man sich nicht von der AfD vorschreiben lassen darf und warum der Osten anders ist. Auf diese Extremsituation sind Medien und Kulturschaffende nur unzureichend vorbereitet." 

 

 

 

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