Warum die AfD mit Robert Habeck gleichzieht
18.05.2026 - Wer sich angesichts des desolaten Zustands der amtierenden Bundesregierung noch nicht vollends vom politischen Geschehen abgewendet hat, dem sei "Welt TV" empfohlen. Anders als bei den Öffentlich-Rechtlichen Medien von ARD, ZDF und Deutschlandfunk kommen hier auch Stimmen zu Wort, die dort gern ignoriert werden. Prominentes Thema: die aktuelle Aufregung um die Ankündigung der AfD, in Sachsen-Anhalt hunderte Posten in den Ministerien neu zu besetzen. Der Aufschrei bei den Öffentlich-Rechtlichen und den ihnen angeschlossenen Parteien ist groß. Die Realität aber sieht anders aus.
Wenn es darum geht, den politisch korrekten Blick auf das politische Geschehen in Deutschland zu richten, sehen sich die Öffentlich-Rechtlichen Medien gern weit vorn. Schließlich gilt es, alles, alles, was irgendwie mit "Demokratie" beginnt und auf "Zivilgesellschaft" endet, redaktionell so "einzuordnen", dass an der Verfassungsuntauglichkeit der AfD kein Zweifel bestehen kann. So die Botschaft, die seit Jahren über die Sender geht.
Willkommener Anlass, dieses "Narrativ" weiter zu verbreiten, ist die Ansage der AfD in Sachsen-Anhalt, umgehend sämtliche relevante Posten in den Ministerien auszutauschen, sobald sie die Macht in dem Bundesland errungen hat. Von einigen hundert Posten ist die Rede. Bei den etablierten Parteien kommt das nicht gut an. Thüringens Innenminister Georg Maier (SPD) spricht von einem "Staatsstreich".
Ob das bei den Menschen noch verfängt, ist fraglich. Denn die AfD will nur das für sich in Anspruch nehmen, was seit Beginn desr Bundesrepublik gänge Praxis ist: der regelmäßige Austausch von Beamten mit neuen Kandidaten für den parteipolitischen Machterhalt.
Darauf weist auch "Welt TV"-Kommentator Jan Fleischhauer hin. So habe Robert Habeck (Grüne) allein in seinem Wirtschaftsministerium 259 Beamte austauschen lassen.

