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Nun muss Schröder-Ehlers ran

SPD-Vorstand schlägt frühere Landtagsabgeordnete als neue OB-Kandidatin für Lüneburg vor 

Andrea Schroeder-Ehlers soll jetzt OB-Kandidatin der SPD werden. Foto: LGheuteLüneburg, 19.06.2026 - Einen Tag nach dem gesundheitsbedingten Rückzug des bisherigen SPD-Kandidaten Oliver Wozniok hat der Vorstand des SPD-Ortsvereins gestern Abend beschlossen, die ehemalige Landtagsabgeordnete und heutige Vizepräsidentin des Niedersächsischen Landesrechnungshofs Andrea Schröder-Ehlers als Kandidatin für die Oberbürgermeister-Wahl vorzuschlagen. Für ihren Wahlkampf hat sie auch schon ein Thema: die Familie.

Nur einen Tag – und damit für die Partei-Verhältnisse erstaunlich schnell – brauchte die Lüneburger SPD, um nach dem gestern verkündeten Rückzug von Oliver Wozniok heute einen neuen Kandidaten, in diesem Fall Kandidatin zu präsentieren. Die Wahl fiel auf Andrea Schröder-Ehlers (64), die in der Lüneburger Politik bestens bekannt ist. Sie ist Mitglied im Lüneburger Kreistag und im Rat der Stadt Lüneburg, war von 2008 bis 2022 Abgeordnete im Niedersächsischen Landtag und ist jetzt Vizepräsidentin des Landesrechnungshofs und damit auch mit Hannover gut vernetzt. Als frühere Fachbereichsleiterin für Sicherheit, Umwelt, Verkehr und Bürgerservice bei der Stadt Lüneburg bringt sie zudem Verwaltungserfahrung mit.

Allerdings war "die Situation so nicht geplant", wie der SPD-Ortsvorsitzende Luca Thieme rückblickend einräumt. "Umso dankbarer sind wir Andrea Schröder-Ehlers, dass sie bereit ist, Verantwortung zu übernehmen. Sie kennt Lüneburg, sie kennt Verwaltung und Politik und bringt die Erfahrung, Entschlossenheit und den Sachverstand mit, die dieses wichtige Amt erfordert."

Auch Schröder-Ehlers ist mit diesem Start nicht glücklich – „wir haben uns diese Situation nicht gewünscht" –, zeigt sich aber kämpferisch: "Ich bin überzeugt, dass Lüneburg eine starke sozialdemokratische Antwort auf die aktuellen Herausforderungen braucht. Deshalb trete ich mit dem Ziel an, das Vertrauen der Lüneburgerinnen und Lüneburger zu gewinnen und gemeinsam mit ihnen die Zukunft unserer Stadt zu gestalten."

◼︎ Lüneburg soll familienfreundlicher werden

In den Mittelpunkt ihrer politischen Arbeit will die studierte Juristin ein Ziel stellen: Lüneburg zu einer der "familienfreundlichsten Städte Deutschlands" machen. "Familie ist für mich so vielfältig wie die Menschen, die hier leben – Familien mit Kindern und Enkeln, Alleinerziehende, Patchworkfamilien, Mehrgenerationenhaushalte, Wohngemeinschaften oder gleichgeschlechtliche Partnerschaften."

Dazu zählt sie eine höhere Qualität in den Kindertagesstätten, mehr und bessere Pflegeangebote, bezahlbaren Wohnraum, die Schaffung neuer Arbeitsplätze – insbesondere für Frauen beim Wiedereinstieg in den Beruf – sowie durch familienfreundlichere Öffnungszeiten von Kitas, Schulen und Behörden.

Die Nominierung von Schröder-Ehlers als neue SPD-Kandidatin für das Oberbürgermeister-Amt soll bei der Mitgliederversammlung am 26. Juni erfolgen.

 

 

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