Eine Million Euro für ein schöneres Wendisch Evern

Wendisch Evern profitiert vom Dorferneuerungsprogramm

Lüneburg/Wendisch Evern, 11.02.2014 - Die vergangenen Jahre haben Wendisch Evern verändert. Mehr als eine Million Euro Fördermittel aus dem Dorferneuerungsprogramm des Landes Niedersachsen sind in dieser Zeit in den Ort mit rund 1.800 Einwohnern geflossen. Zum Jahreswechsel endete die Förderung. Anke Bringezu, als Sachbearbeiterin beim Amt für Landentwicklung Lüneburg (AfL) zuständig für die Dorferneuerung, dankte der Gemeinde für die gute Zusammenarbeit.

"Mein besonderer Dank gilt den Arbeitskreismitgliedern. Durch ihren Einsatz haben sie maßgeblich bei der Erstellung des Dorferneuerungsplanes mitgewirkt und damit die Voraussetzungen für die späteren Maßnahmen geschaffen.“

Der größte Teil der Investitionen floss in die Erneuerung der innerörtlichen Wege. Mit der Lüneburger Straße, der Dorfstraße, dem Birkenweg, der Ringstraße, dem Niendorfer Weg und der Straße Am Steinbruch wurden alle wichtigen Erschließungsstraßen im Sinne der Dorferneuerung dorfgerecht gestaltet.

Für Gemeindedirektor Rainer Sievers waren diese Maßnahmen dringend erforderlich. "Wendisch Evern hat sich in den vergangenen Jahren von einem landwirtschaftlich strukturierten Dorf zu einer modernen, gut ausgestatteten Gemeinde entwickelt. Die verkehrsgerecht ausgebauten Straßen und Wege tragen maßgeblich zur Wohnqualität im Ort bei. Wendisch Evern hat sich zu einer Stadtrandgemeinde entwickelt, die attraktives Wohnen im Grünen und Arbeiten verbindet."

Die Dorferneuerung hat dieses entscheidend unterstützt. Positiv: Alle öffentlichen Maßnahmen wurden in großer Übereinstimmung aller politischen Gremien beschlossen und umgesetzt.

Zu den Fördergeldern in Höhe von rund 65 Prozent kam der Eigenanteil der Gemeinde von fast einer halben Million Euro. "Das Geld ist gut investiert“, so Sievers. „Alleine hätten wir als Gemeinde diese gelungene Neugestaltung nicht finanzieren können. Hinzu kommt, dass die Anlieger durch die Förderung erheblich weniger Anliegerbeiträge zahlen mussten."

Rainer Leppel, der als Bürgermeister die Dorferneuerung viele Jahre begleitet hat, ist stolz auf das Ergebnis. "Die Maßnahmen sind bei der Bevölkerung sehr gut angekommen. Es hat sich ausgezahlt, dass wir als Gemeinde Geld für die Dorferneuerung angespart hatten, auf die wir zunächst lange warten mussten." Letztlich konnte die Gemeinde alle vorgesehenen Vorhaben umsetzen. 

"Das war sehr wichtig“, betonte Leppel, "denn damit haben wir gleichzeitig die Ortsentwässerung gelöst." Wendisch Evern hatte große Probleme mit der Oberflächenentwässerung. Nun läuft das Wasser durch Seitenmulden in die ebenfalls mit Fördermitteln erneuerte Vorflutmulde und dann in Rückhaltebecken. "Rund um die Becken ist eine kleine Parklandschaft entstanden, die von den Bürgern sehr gut angenommen wird“, freut sich Rainer Leppel.

Neben den öffentlichen Maßnahmen förderte das AfL auch private Maßnahmen. Elf Projekte mit zuwendungsfähigen Gesamtkosten von fast 450.000 Euro wurden mit gut 127.000 Euro bezuschusst. "Mit diesen Investitionen ist es gelungen, ortsbildprägende Gebäude zu erhalten und zu modernisieren. Das ist wichtig, um das Ortsbild von Wendisch Evern langfristig zu erhalten und in den Gebäuden ein zeitgemäßes Wohnen und Arbeiten zu ermöglichen“, betonte Anke Bringezu.

Die Förderung der Dorferneuerung ist auch in Zukunft eine wichtige Aufgabe des Amtes für Landentwicklung im Landesamt für Geoinformation und Landentwicklung Niedersachsen. In vier Landkreisen werden derzeit rund sechzig Dörfer betreut, davon fünfzehn im Landkreis Lüneburg.

 

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