Kreis schränkt Kampf gegen Eichenprozessionsspinner ein

Keine Bekämpfung mehr aus der Luft – Erkrankungen deutlich gesunken 

Die feinen Härchen des Eichenprozessionsspinners sind für den Menschen gesundheitsgefährdend. Foto: nghLüneburg, 04.06.2017 - Die Bekämpfung des Eichenprozessions-spinners (EPS) im Landkreis Lüneburg zeigt offenbar Wirkung: Seit der Kreis 2013 mit der jährlichen Bekämpfungsaktion begonnen hat, sind immer weniger Menschen durch Kontakt mit den gefährlichen Brennhaaren der Raupen erkrankt. Aufgrund der positiven Entwicklung verzichtet der Landkreis in diesem Jahr auf die Bekämpfung des EPS aus der Luft. Die Bekämpfung vom Boden aus findet aber weiterhin statt – so sollen auch Kinder in Kitas weiterhin geschützt werden.

"Bürgerinnen und Bürger, die eine befallene Eiche entdecken, sollten den Fund der jeweiligen Samtgemeinde melden, die dann für die Beseitigung sorgt", sagt Dr. Marion Wunderlich vom Gesundheitsamt des Landkreises Lüneburg. "Wer nach einem Aufenthalt im Freien Ausschlag, anhaltende Atembeschwerden oder Bindehautreizungen hat, sollte außerdem zum Haus- oder Kinderarzt oder Dermatologen gehen. Diese Symptome deuten auf Kontakt mit den Brennhaaren der EPS-Raupe hin." 

Im Jahr 2016 wurden in der Region kaum noch Krankheitsfälle gemeldet. "Wir haben die Ärzte in Hansestadt und Landkreis Lüneburg in diesem Jahr aber wieder darum gebeten, Krankheitsfälle an das Gesundheitsamt zu melden", sagt die Gesundheitsamtsleiterin, "Erkrankungen im Zusammenhang mit EPS sind nicht meldepflichtig. Wir benötigen die Angaben zu Befall und Krankheitsmeldungen dennoch, damit wir entscheiden können, ob und wie in Zukunft gegen den EPS vorgegangen werden soll."

Wer Fragen zur Bekämpfung hat oder befallene Bäume melden möchte, wird gebeten, sich beim örtlichen Ordnungsamt im Rathaus zu melden. Bei medizinischen Fragen berät das Gesundheitsamt des Landkreises Bürger und Ärzte unter Tel. 04131-26-1500 oder per E-Mail an Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!. Häufig gestellte Fragen und Antworten zum Eichenprozessionsspinner, Links mit weiterführenden Informationen zum Thema sowie eine Liste mit Fachfirmen, die Nester entfernen können, gibtv es unter www.landkreis-lueneburg.de/eichenprozessionsspinner.

Hintergrund:
Die mikroskopisch kleinen Brennhaare des Eichenprozessionsspinners stellen für den Menschen eine gesundheitliche Gefährdung dar. In Zusammenarbeit mit den Samtgemeinden und Gemeinden hat der Landkreis deshalb in den Jahren 2013 bis 2016 die Larven des Eichenprozessionsspinners vorbeugend mit Sprühaktionen bekämpft, noch bevor diese die gefährlichen Brennhaare entwickeln konnten. Laut Landkreis ist die Zahl der Meldungen seit 2013 deutlich zurückgegangen.

 

 

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