Land segnet Kreis-Haushalt ab

Neue Projekte erfordern Millionen-Investitionen

Lüneburg, 04.06.2017 - Der Haushaltsplan des Landkreises Lüneburg für 2017 hat die letzte Hürde genommen: Wie die Kreisverwaltung mitteilt, hat das Land die Finanzplanung offiziell genehmigt. "Der Haushalt ist bereits zum sechsten Mal in Folge ausgeglichen und erfüllt die Vorgaben des Zukunftsvertrags", sagt Björn Mennrich, neuer Leiter des Finanzmanagements beim Landkreis Lüneburg. "Das Innenministerium hat ihn deshalb ohne Auflagen genehmigt." Der Ergebnishaushalt, in dem alle geplanten Aufwendungen und Erträge für 2017 gegenüber gestellt werden, weist einen Jahresüberschuss von 1,5 Millionen Euro auf.

Bereits seit 2012 erzielt der Landkreis jedes Jahr Überschüsse und konnte so die Altdefizite bereits zu einem großen Teil abbauen. Während sie sich 2006 noch auf knapp 110 Millionen Euro beliefen, liegen sie aktuell unter zehn Millionen Euro. Hauptgrund für den starken Schuldenabbau sind aber weniger Sparanstrengungen des Landkreises, sondern vielmehr der mit dem Land geschlossene Zukunftsvertrag. Der ermöglichte es, den Kreis auf einen Schlag von 72 Millionen Euro zu entschulden.

Dass der Landkreis auch weiterhin gut dabei ist, Geld auszugeben, zeigt das aktuelle Investitionsvolumen: Es erreicht in diesem Jahr 24,8 Millionen Euro. Davon fließen 10,4 Millionen Euro in die Schulen. Dort schlagen vor allem das Sanierungsprogramm und die neue Schulsporthalle für die Berufsbildenden Schulen mit insgesamt gut fünf Millionen Euro zu Buche.

Außerdem sind allein für den Baubeginn der Arena Lüneburger Land 6,2 Millionen Euro eingeplant. Bislang sind Netto-Baukosten von knapp 10 Millionen Eiro für das Projekt vorgesehen. Ob es bei diesem Betrag bleiben ist, ist angesichts der bisherigen Erfahrungen mit Großprojekten wie etwa dem Libeskind-Bau für die Uni Lüneburg allerdings fraglich. Und: Beim Bau der geplanten und vorerst auf Eis gelegten Elbbrücke bei Neu Darchau hat Landrat Manfred Nahrstedt selbst auf drohende Kostenexplosionen hingewiesen.

Weiter soll es Geld für die Breitbandinitiative des Landkreises Lüneburg geben: In diesem Jahr sind zunächst vier Millionen Euro vorgesehen. In die Wohnraumförderung soll eine weitere halbe Million Euro investiert werden. 

 

 

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