Neue Ordnung für die Räume

Regionales Raumordnungsprogramm soll komplett neu aufgestellt werden

Wo soll und darf künftig was entstehen im Landkreis Lüneburg? Das soll im neuen Regionalen Raumordnungsprogramm festgelegt werden. Foto: LGheuteLüneburg, 19.05.2017 - Wo können regionalbedeutsame Wohn- und Gewerbeflächen entstehen? Welche Gebiete sind für die Naherholung und den Naturschutz zu sichern? In welchen Orten sollen Einrichtungen für die Versorgung der Bürger konzentriert werden? Diese und weitere Fragen werden im sogenannten Regionalen Raumordnungsprogramm (RROP) geregelt, das der Landkreis Lüneburg nun neu aufstellt. Dafür sprachen sich die Mitglieder des Ausschusses für Erneuerbare Energien, Raumordnung und Klimafolgenanpassung in ihrer jüngsten Sitzung aus. 

Lena Schlag, Leiterin der Stabsstelle Regional- und Bauleitplanung, erläuterte, weshalb die Verwaltung eine Neuaufstellung vorschlägt: "Es gibt grundsätzlich zwei Möglichkeiten: das bestehende RROP teilweise zu ändern oder ein neues RROP aufzustellen. Eine Neuaufstellung bietet – im Gegensatz zur 2013 beschlossenen Änderung – den großen Vorteil, dass wir dann über ein einheitliches und fachlich ausgewogenes Planungskonzept verfügen."

Das bestehende RROP stammt aus dem Jahr 2003 und wurde bereits mehrfach geändert. "Aktuell gibt es einen großen Änderungsbedarf, auch durch Vorgaben des Landes, sodass eine Neuaufstellung sinnvoll ist", so Kreisrätin Sigrid Vossers. "Wir haben jetzt die Chance, ein transparentes und aktuelles Papier zu schaffen."

Ebenfalls Thema im Ausschuss war der Klimaschutz: Die Grüne Hausnummer soll im Landkreis Lüneburg in die dritte Runde gehen. Die Abgeordneten stimmten dafür, dass der Landkreis die Auszeichnung im Jahr 2017 wieder an Hausbesitzer verleihen wird, die energiebewusst gebaut oder saniert haben. Dafür stellt der Landkreis 5.000 Euro aus dem Strukturentwicklungsfonds zur Verfügung. Weitere finanzielle Unterstützung kommt voraussichtlich vom Verband Wohneigentum Niedersachsen, die Klimaschutz- und Energieagentur Niedersachsen (KEAN) bezuschusst die Auszeichnung mit weiteren 3.500 Euro. In den ersten beiden Runden wurden bereits 90 Grüne Hausnummern verliehen. Teilnehmer aus dem Landkreis Lüneburg konnten auch im Landeswettbewerb punkten: Hier setzte sich im Herbst 2016 Familie Weißenborn aus Radenbeck durch und erreichte den dritten Platz. Im Februar 2017 öffneten sie ihr vorbildlich saniertes Haus bei einem Tag der offenen Tür und begeisterten weitere Hausbesitzer für eine energiebewusste und denkmalkonforme Altbau-Sanierung.

Weitere Informationen zu der Aktion gibt es im Internet unter www.landkreis-lueneburg.de/gruenehausnummer. Die endgültige Entscheidung über die Förderung trifft der Kreisausschuss. Bedingung für die Finanzierung ist, dass auch der Verband Wohneigentum Niedersachsen das Projekt finanziell unterstützt.

 

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