Ideen für bessere Mobilität gesucht

Landkreis startet Arbeitsphase für geplantes Mobilitätskonzept

Sie wollen das Integrierte Mobilitätskonzept auf den Weg bringen: Erster Kreisrat Jürgen Krumböhmer und Merle Rahmann vom Landkreis Lüneburg (Mitte) sowie die Berater Christian Reuter, PTV, (l.) und Christian Klasen, IFOK. Foto: Landkreis LüneburgLüneburg, 09.02.2017 - Wie soll der Busverkehr in Hansestadt und Landkreis Lüneburg ab Ende 2019 aussehen? Und wie können Alternativen wie das Anruf-Sammel-Mobil und der Radverkehr sinnvoll eingesetzt werden? Die Antworten auf diese Fragen sollen in das Integrierte Mobilitätskonzept einfließen, das der Landkreis Lüneburg im Herbst 2016 in Auftrag gegeben hat. Am Dienstag startete eine neue Arbeitsphase für das Konzept, bei dem die Ideen und das Wissen von Akteuren vor Ort einfließen sollen. Dazu tagte erstmals die Lenkungsgruppe für das Integrierte Mobilitätskonzept.

Zum Auftakt stellte das beauftragte Planungsbüro PTV gemeinsam mit der Kommunikationsagentur IFOK den Kreistagsmitgliedern im Forum der BBS I erste Ergebnisse einer Bestandsanalyse vor. In den vergangenen drei Monaten hatten die Verkehrsexperten nach Angaben des Landkreises die vorhandenen Angebote in der Region ausgewertet. Das Ergebnis: "Der ÖPNV in Hansestadt und Landkreis Lüneburg ist im Vergleich zu ähnlich strukturierten Regionen gut aufgestellt", zog Christian Reuter vom Planungsbüro PTV ein erstes Fazit, "das heißt aber nicht, dass kein Verbesserungsbedarf besteht."

Pluspunkte gab es für Bürgerbusse, Car-Sharing- und Mietrad-Angebote. Positiv werteten die Experten das Anruf-Sammel-Mobil, das allerdings noch ausbaufähig sei. Insgesamt gebe es Verbesserungsbedarf in der Fläche. "Dort sind die Betriebszeiten eingeschränkt, es fehlt eine Vertaktung", so Reuter. Auch im Radverkehr könnte das Potenzial noch besser ausgeschöpft werden.

Über die Ziele des Integrierten Mobilitätskonzepts berieten die Mitglieder der Lenkungsgruppe erstmals im Anschluss an die Präsentation. In einem nächsten Schritt sollen dann auch Bürger zu Wort kommen: So ist für Mitte 2017 ein Praxisdialog geplant, bei dem die Zwischenergebnisse der Lenkungsgruppe auf ihre Praxistauglichkeit geprüft werden.

 

 

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