Tierleben in frühen Aufnahmen

Im Scala wird ein Film von Heinz Sielmann gezeigt

Das Plakat zum Film. Foto: nghLüneburg, 12.02.2018 - Im Rahmen der Filmreihe "Nordöstliche Spuren im Kino", die das Ostpreußische Landesmuseum Lüneburg, das Nordost-Institut Lüneburg sowie das Programmkino Scala ins Leben gerufen haben, zeigt das Scala am Dienstag, 13. Februar, den Film von Heinz Sielmann "Lied der Wildbahn. Belauschtes Leben in Wald, Moor und Heide". "Lied der Wildbahn" ist Heinz Sielmanns erster Kinofilm, in Schwarzweiß entstanden und ein wertvolles Zeitdokument. Die Dreharbeiten fanden 1948 und 1949 im Deister, an den Meißendorfer Teichen bei Celle, in der Lüneburger Heide, an der Ems zwischen Papenburg und Lingen sowie im Harz statt.

Heinz Sielmann zeichnete das Verhalten freilebender Tierarten in naturnahen Landschaften auf, von denen viele heute fast völlig verschwunden sind. In einer Zeit, als die Lebensmittelrationen gering waren und überall gewildert wurde, als die britische Siegermacht große Waldflächen abholzen ließ, sollte der Film die Menschen über den Wert der sie umgebenden Natur aufklären. Auch sollte der vom Ministerium für Landwirtschaft und Forsten in Hannover beauftragte Film die Bevölkerung des gerade erst aus mehreren Ländern und Provinzen entstandenen Niedersachsens mit ihrem neuen Bundesland vertraut machen. Der Film wurde im Herbst 1949 uraufgeführt und entwickelte sich zu einem großen Kinoerfolg.

Vor dem Film gibt es eine kurze Einführung von Dr. Christoph Hinkelmann, wissenschaftlicher Mitarbeiter für die naturkundlichen Bereiche des Ostpreußischen Landesmuseums, der 2001 zusammen mit Heinz Sielmann eine viel beachtete Ausstellung über sein Lebenswerk erarbeitete.

Die Veranstaltung beginnt um 19 Uhr, der Eintritt kostet 6 Euro.

 

 

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