Fehlwürfe sorgen für Probleme

Leuphana-Studenten starten Projekt zur Vermeidung von Fremdkörpern in Biotonnen 

Lüneburg, 13.11.2016 - Wer einen Garten hat, kennt das Problem: Wenn man den Komposter nicht ausschließlich mit biologisch abbaubaren Abfällen füllt, verschlechtert sich die Qualität des Endprodukts. Plastiktüten, Tontöpfe und andere Fremdkörper finden sich als Einzelteile im Kompost wieder. Vor einem ähnlichen Problem, allerdings in größerem Ausmaß, steht die GfA Lüneburg bei der Herstellung von Kompost aus den Abfällen der Biotonnen. Leuphana-Studenten wollen das jetzt ändern und starten Umfrage vor Lüneburger Supermärkten.

Die GfA kann die zahlreichen sogenannten "Fehlwürfe" in die Biotonnen trotz großen personellen Aufwands nur unvollständig entfernen, heißt es in einer Mitteilung der Universität. Vor allem Plastiktüten und Lebensmittelverpackungen stellen ein Problem dar, wie die Leuphana-Studenten bei ihrem Projekt im vergangenen Semester herausgefunden haben. So nehmen zum Beispiel Landwirte keinen Kompost ab, der den Qualitätsanforderungen nicht entspricht.

In diesem Semester wollen die Studenten ihr Projekt "Nur Gutes für die Biotonne" fortsetzen und herausfinden, wo die Ursachen für die Fehlwürfe liegen. Anschließend wollen sie eine Kampagne entwickeln und durchführen, um das Trennverhalten der Biotonnen-Nutzer zu verbessern. Starten wird das neunköpfige Team mit einer Umfrage. Die Studenten werden dazu bis zum 19. November vor den Supermärkten Kaufland, Penny (Hindenburgstraße), Edeka Bergmann, Denn's Biomarkt, Aldi (Willy-Brandt-Strasse) und Lidl (Willy-Brandt-Strasse) mit Fragebögen auf die Kundschaft zugehen.

Aus den Befragungsergebnissen wollen die Studenten eine Kommunikationsstrategie entwickeln und der GfA vorstellen. Dazu ergänzen sie ihre Ergebnisse mit aktuellen wissenschaftlichen Ansätzen aus der Verhaltensforschung. Ziel ist es, ein stärkeres Bewusstsein für das Problem der Fehlwürfe in Biotonnen zu schaffen.

 

 

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