Kultur und Bildung

Nachschub für Grundstein-Kassette

Erweiterung der Grundschule Rotes Feld noch bis zum Sommer

Auch Oberbürgermeister Ulrich Mädge (l.) war zur zweiten Grundsteinlegung in die Grundschule Am Roten Felde gekommen. Foto: Stadt LüneburgLüneburg, 20.03.2016 - Es kommt nicht häufig vor, dass eine bereits versenkte Grundsteinkassette geöffnet und nachträglich befüllt wird. Bei der Grundschule Im Roten Felde fand dies jetzt im Rahmen der laufenden Erweiterungsarbeiten statt. Dort entstehen derzeit zwei neue Funktionsräume. Es ist die jüngste Erweiterung an der Mitte der 1950er Jahre erbauten städtischen Schule. Zum Bauvorhaben zählen ferner energetische und brandschutztechnische Ertüchtigungen, auch ein Inklusions-Lift wird eingebaut. Die Arbeiten sollen voraussichtlich im Sommer 2016 beendet sein. Kostenpunkt: 1,3 Millionen Euro.

Das Schicksal der Wolfskinder

Lesung im Ostpreußischen Landesmuseum

Der Autor Alvydas Šlepikas ist am 21. März im Ostpreußischen Landesmuseum. Foto: OLLüneburg, 13.03.2016 - Ostpreußen 1945. Auf der Flucht vor der Roten Armee verlieren tausende Kinder ihre Eltern oder werden von ihnen getrennt. Viele werden in Waisenhäusern untergebracht, andere müssen allein durchkommen – man nennt sie "Wolfskinder". Der in Vilnius in Litauen lebende Autor Alvydas Šlepikas hat mit seinem Roman "Mein Name ist Marytė" in berührender Weise die lange vergessene Geschichte dieser Kinder aufgegriffen. Am 21. März kommt der Autor zu einer Lesung ins wieder eröffnete Ostpreußische Landesmuseum.

Geldsegen für Rathaus und Kloster

Lüneburg erhält drei Millionen Euro für Sanierung historischer Gebäude

Glückliche Gesichter im Ministerium: (v.l.) Staatssekretär Florian Pronold, Hiltrud Lotze, Heike Gundermann, Bundesministerin Barbara Hendricks. Foto: BMUBLüneburg/Berlin, 27.01.2016 - Dass Lüneburg ein hsitorisches Rathaus hat, ist bekannt, dass die Verwaltung auch in historischen Räumen des früheren Franziskaner-Klosters untergebracht ist, wissen die Wenigsten. Das könnte sich schon bald ändern. Im Rahmen des Bundesprogramms erhält Lüneburg 3 Millionen Euro für die Sanierung von Rathaus und Franziskaner-Kloster. Darüber entschied im vergangenen Jahr eine 14-köpfige Expertenjury des Bundesumweltministeriums, der auch die Lüneburger SPD-Bundestagsabgeordnete Hiltrud Lotze angehört. Gestern nahm Stadtbaurätin Heike Gundermann in Berlin die Urkunde von Bundesministerin Barbara Hendricks entgegen.

Neue Kulturwege für Lüneburg?

Podiumsdiskussion in der Kultur-Bäckerei

Braucht Lüneburg neue Visionen in seiner Kulturlandschaft und wie sollten sie aussehen? Vielleicht reicht ja auch schon, das neonbeleuchtete Treppenhaus des neuen Museums sinnvoll zu nutzen. Foto: LGheuteLüneburg, 26.01.2016 - Braucht die Lüneburger Kulturszene eine Auffrischung, und falls ja, wie sollte sie aussehen? Am 27. Januar laden Studenten der Leuphana Universität Lüneburg um 19 Uhr zu einem Dialog über Kultur, Zukunftsvisionen und ihre Rolle für eine nachhaltige Stadtentwicklung in die Kulturbäckerei ein. Den Veranstaltern geht darum, gemeinsam mit Akteuren aus der Lüneburger Kulturszene und Lüneburger Bürgern Visionen für Lüneburgs Kulturlandschaft zu entwickeln. Aus den Diskussionen wollen die Studenten Visionen für ein zukunftsfähiges und nachhaltiges Lüneburg im Jahr 2030 erarbeiten.

Die Opfer der "Kinderfachabteilung"

Erstaufführung des Films "Unnütze Esser. Lüneburg 1945"

Lüneburg, 20.01.2016 - Anlässlich des Holocaust-Gedenktages lädt die "Euthanasie“-Gedenkstätte Lüneburg am 26. Januar 2016 um 18 Uhr zum Film "Unnütze Esser. Lüneburg 1945“ als bundesweite, öffentliche Erstaufführung ein. Die Filmpremiere mit anschließender Gesprächsrunde findet im Mehrzwecksaal im Hauptgebäude (Haus 48) der Psychiatrischen Klinik Lüneburg, Am Wienebütteler Weg 1, statt. Der Abend wird von Regine Schramm, Leiterin des NDR-Studios Lüneburg, moderiert.

Holm Keller verlässt Uni Lüneburg

Vize-Präsident beendet vorzeitig seine Tätigkeit bei der Leuphana

Holm Keller beim Richtfest des neuen Zentralgebäudes für die Uni Lüneburg im Januar 2015. Foto: LeuphanaLüneburg, 10.01.2016 - Die Leuphana Universität Lüneburg steht vor einem Wechsel in der Führungsspitze. Holm Keller, der hauptberufliche Vize-Präsident, legt sein Amt nieder und verlässt Ende Februar die Lüneburger Hochschule vorzeitig auf eigenen Wunsch. Wie die Uni am Freitag mitteilte, wolle Keller sich neuen beruflichen Herausforderungen stellen. Stiftungsrat und Präsidium der Universität erklärten, sie bedauerten den Schritt, Kellers Wunsch nach Neuorientierung jedoch respektierten sie. Eine Nachfolge steht noch nicht fest. Sie soll in den nächsten Monaten geklärt werden, wie es in der Erklärung der Uni heißt. Als Berater für das im Bau befindliche Zentralgebäude werde Keller der Universität noch weiter erhalten bleiben.

Geld für Libeskind-Bau kann fließen

Uni meldet fristgemäße Erfüllung der Voraussetzungen für Erhalt von Fördermitteln

Ende 2017 soll das neue Zentralgebäude fertig sein, bis dahin muss noch viel geschehen. Grafik: LeuphanaLüneburg, 06.01.2016 - Erleichterung bei der Leuphana. Die Lüneburger Universität konnte einen wichtigen Baustein ihres Finanzierungsplans für das neue Zentralgebäude der Lüneburger Universität fristgerecht zum Jahresende 2015 umsetzen. Wie die Hochschule heute erklärte, hatte sie den notwendigen Mittelabfluss für die Errichtung des Gebäudes erreicht und so die Voraussetzungen zur Inanspruchnahme von Fördermitteln der EU in Höhe von 14 Millionen Euro geschaffen. Holm Keller, hauptberuflicher Vizepräsident der Leuphana, zeigt sich zufrieden: "Die Sorge, dass es hier zu einem Verfall von Fördermitteln kommen könnte, hat sich damit als unberechtigt erwiesen.“ 2009 hatte die EU das Großprojekt mit einem Gesamtvolumen von 98 Millionen Euro genehmigt.

Kommt Kant nach Lüneburg?

Ostpreußisches Landesmuseum soll Bestände des Museums Königsberg aufnehmen – Berlin gibt eine Million Euro frei

Das Ostpreußische Landesmuseum in der Ritterstraße wird gegenwärtig erweitert und soll eine Deutsch-Baltische-Abteilung bekommen, in die auch Bestände des früheren Königsberger Museums aufgenommen werden könnten. Foto: LGheuteLüneburg, 15.11.2015 - Lüneburg kann in seiner mehr als tausendjährigen Geschichte bereits auf einige Persönlichkeiten der Zeitgeschichte zurückblicken. Mit einem der bekanntesten und bedeutendsten deutschen Denker aber könnte es sich nun posthum schmücken: mit dem aus Königsberg stammenden Philosophen Immanuel Kant. Nach Informationen des CDU-Bundestagsabgeordneten Eckhard Pols hat Lüneburg gute Aussicht, dass große Bestände des Museums Königsberg ins hier beheimatete Ostpreußische Landesmuseum kommen.

Philosophie in zehn Minuten

Leuphana setzt Vorlesungsreihe fort

Lüneburg, 02.10.2015 - Die Vorlesungsreihe "10 Minuten Philosophie" der Leuphana Universität Lüneburg wird auch im Wintersemester 2015/2016 fortgesetzt. Lehrende geben in zehnminütigen Vorträgen Einblicke in zentrale Themen, neueste Forschungsfragen oder klassische Probleme der Philosophie und angrenzender Disziplinen. Den Anfang macht am 13. Oktober Markus Mühling. Sein Thema lautet: "Notwendiger Zufall“. Diese und alle weiteren Veranstaltungen der Reihe finden dienstags von 12 bis 12.10 Uhr im Hörsaal 4 auf dem Campus Scharnhorststraße 1 der Leuphana statt. Gäste sind herzlich willkommen.

Schuld und Schuldige

Veranstaltungsreihe zum Ende des KZ Bergen-Belsen und zum Prozess 1945 in Lüneburg 

Der Gedenkstein am Eingangsbereich zum Gelände des ehemaligen Konzentrationslagers Bergen-Belsen. Foto: LGheuteLüneburg, 12.09.2015 - Lüneburg wurde kürzlich bekannt als Ort des vermutlich letzten großen NS-Prozesses gegen den früheren SS-Mann Oskar Gröning, der wegen Beihilfe zum Mord in 300.000 Fällen im Konzentrationslager Auschwitz verurteilt wurde. Im Herbst 1945 fand hier aber auch der erste NS-Prozess gegen die Mitglieder des KZ-Lagerkommandos Bergen-Belsen statt. Mit einer Vielzahl von Veranstaltungen erinnert Lüneburg an das Ende des Konzentrationslagers und den Bergen-Belsen-Prozess, der den Nürnberger Prozessen vorausging. Den Auftakt bildet eine Veranstaltung im Museum Lüneburg an diesem Sonntag.