Kultur und Bildung

Die Flucht im Güterwaggon

Dokumentartheater gastiert am Lüneburger Museumsbahnhof

In den Dokumentartheaterstück "Die Flucht" spielt Iwo Bochat einen jungen russischen Soldat. Foto: KünstlerLüneburg, 30.07.2016 - Kann man die Flucht Hunderttausender aus dem Osten am Ende des Zweiten Weltkriegs als Theaterstück inszenieren? Man kann. Eindrucksvoll beweist es in diesen Tagen die niedersächsische Theatergruppe "Das Letzte Kleinod". Mit ihrer Inszenierung "Flucht - Ucieczka" gastiert sie zurzeit in Polen. Es ist ein Dokumentartheater, dargeboten in echten Güterwaggons, mit denen die Schauspieler nicht nur eine beeindruckende Original-Kulisse haben, mit denen sie auch zu ihren Spielorten reisen. Die Kooperation mit dem Teatr Gdynia Glówna wird von vielen Partnern gefördert, zu sehen ist das Stück an Bahnhöfen in Polen und Deutschland, vom 9. bis 11. August gastiert die Theatergruppe in Lüneburger Museumsbahnhof.

Herderschule bekommt neuen Leiter

Bisheriger Schulleiter scheitert erneut vor Gericht – Nachfolger wird Thorsten Schnell

Lüneburg, 12.07.2016 - Die Herderschule muss sich auf einen neuen Schulleiter einstellen. In dem Verfahren um die Besetzung der Schulleiterstelle an dem Lüneburger Gymnasium hat der klagende kommissarische Schulleiter, Hans-Christian Höhne, eine erneute Niederlage einstecken müssen. Der für das Beamtenrecht zuständige 5. Senat des Niedersächsischen Oberverwaltungsgerichts hat mit Beschluss vom 11. Juli 2016 dessen Beschwerde gegen die Entscheidung des Verwaltungsgerichts Lüneburg vom 10. Mai 2016 zurückgewiesen. Darin hatte Höhne gegen die Besetzung der Schulleiterstelle mit einem anderen Berwerber geklagt.

Kanalbruch lockt die Lüneburger

Vortrag über Bruch des Elbe-Seitenkanals vor 40 Jahren wird wiederholt

Die Bruchstelle des Elbe-Seitenkanals vor 40 Jahren. Foto: Stadtarchiv / Bildflug HamburgLüneburg, 18.06.2016 - Der Bruch des Elbe-Seitenkanals am 18. Juli 1976 ist tief im kollektiven Gedächtnis der Lüneburger verankert. Das Interesse an den Geschehnissen vor 40 Jahren, als verzweifelt versucht wurde, die aus dem Kanal ausströmenden Wassermassen zu bändigen, ist ungebrochen hoch. Entsprechend groß war der Andrang zum Vortrag "Lüneburg Land unter – der Bruch des Elbe-Seitenkanals" an diesem Mittwoch im Lüneburger Stadtarchiv. Aufgrund des großen Interesses wird der Vortrag von Susanne Altenburger über den Verlauf und die Folgen des Kanalbruchs am kommenden Mittwoch, 22. Juni, um 18 Uhr im Stadtarchiv wiederholt.

Als das Unvorstellbare geschah

Der Bruch des Elbe-Seitenkanals vor 40 Jahren – Vortrag im Stadtarchiv

Der Dammbruch des Elbe-Seitenkanals an der Unterführung der Nutzfelder Straße bei Erbstorf am 18. Juli 1976. Foto: Stadtarchiv Lüneburg/Bildflug HamburgLüneburg, 15.06.2016 - Am 18. Juli 1976, wenige Wochen nach der feierlichen Eröffnung des Elbe-Seitenkanals, geschah das Unvorstellbare: Der Kanal bricht an einer Unterführung nahe Erbstorf, wenige Kilometer südlich des Schiffshebewerks Scharnebeck. Knapp vier Millionen Kubikmeter Wasser ergießen sich in die Landschaft, etwa 15 Quadratkilometer Umland werden überflutet. Bahndämme brechen, der Lüner Kreisel wird zerstört, Menschen verlieren ihr Hab und Gut. In ihrem Vortrag "Lüneburg Land unter – der Bruch des Elbe-Seitenkanals" rekonstruiert Susanne Altenburger vom Lüneburger Stadtarchiv am Mittwoch, 15. Juni, den Verlauf des Kanalbruchs, erläutert Ursachen und Folgen. Einzigartige Film- und Bilddokumente aus dem Archivbestand veranschaulichen das Ausmaß der Katastrophe.

Der ewig Präsente ist zurück

Bildnis des Kurfürsten Georg Ludwig von Hannover wieder im Huldigungssaal

Schöner geht's kaum: Das Gemälde zeigt Kurfürst Georg Ludwig von Hannover vor seiner Krönung 1714 als König von England. Foto: Stadt LüneburgLüneburg, 05.06.2016 - Nun hat er wieder alles im Blick. Kurfürst Georg Ludwig von Hannover hat seinen angestammten Platz im Huldigungssaal des Lüneburger Rathauses wieder eingenommen. Dort, wo traditionell der Rat der Stadt zusammenkommt und über das Stadtgeschehen entscheidet, hatten die Stadtherren anlässlich des Besuchs des Königs 1706 in Lüneburg einen festlichen Saal herrichten lassen, in dem sie ihm ihre Ehrerbietung bewiesen, ihm huldigten. Wegen Renovierungsarbeiten im Huldigungssaal musste sein Bildnis nun mehrere Monate in die Räume der Feuerwehr-Mitte ausweichen. Inzwischen sind die rund sechsmonatigen Sanierungsarbeiten in dem prächtigen Raum, Teil des auf 20 Jahre angelegten Masterplans, abgeschlossen.

Lüneburgs Johanneum soll erweitert werden

Stadt stellt Pläne vor - Informationsabend am 31. Mai

Der Charme der Siebziger Jahre: Das traditionsreiche Lüneburger Johanneum unweit der Kaltenmoorer Hochhäuser gleicht heute eher der Finanzbehörde. Foto: LGheuteLüneburg, 27.05.2016 - Das Johanneum, Lüneburgs traditionsreiches Gymnasium in schmuckloser Hülle und in den siebziger Jahren an den Rand der Stadt platziert, soll erweitert werden. Am kommenden Dienstag, 31. Mai, will die Stadt Eltern, Schülern und Anwohnern ihre Pläne zur Erweiterung des Johanneums vorstellen. Auch der beauftragte Architekt wird bei dem Informationsabend dabei sein. Beginn ist um 19.30 Uhr in der Aula des Johanneums, Theodor-Heuss-Straße 1.

Anmeldungen zum Schulwechsel

Stadt bietet erstmals zeitlich versetzte Termine an

In diesem Monat beginnen die Anmeldungen für die weiterführenden Schulen in Lüneburg. Foto: LGheuteLüneburg, 10.04.2016 - Für Eltern von Viertklässlern in Hansestadt und Landkreis Lüneburg stehen Mitte des Monats wichtige Termine an. Dann müssen die Anmeldungen für die fünften Klassen der weiterführenden Schulen vorgenommen werden. Wie die Stadt erklärt, werden die Termine in diesem Jahr erstmals zeitlich versetzt angeboten. Damit möchte man Eltern, die keinen Platz für ihr Kind auf einer Schule ihrer Wahl finden, Gelegenheit zur Anmeldung auf einer anderen Schule geben.

Lüneburg wird "Kant-Stadt"

Vertragsunterzeichnung zur Übergabe der Sammlung an die Hansestadt am 7. April

Die bedeutende Sammlung zu Immanuel Kant soll jetzt nach Lüneburg kommen. Immanuel Kant, gemalt von Johannes Heideck, 1872. Foto: OLLüneburg, 03.04.2016 - Die weltweit umfänglichste Sammlung zu Immanuel Kant und bedeutende Werke von Käthe Kollwitz kommen mit den Beständen des Anfang 2016 geschlossenen Museums Stadt Königsberg nach Lüneburg. Bei einem öffentlichen Empfang am 7. April wird der Vertrag zwischen den beiden Trägern – der Ostpreußischen Kulturstiftung und der Stiftung Königsberg im Stifterverband für die deutsche Wissenschaft – im Ostpreußischen Landesmuseum unterzeichnet. Wie sich die Sammlung des Museums Stadt Königsberg zusammensetzt, was davon gezeigt wird und was dies für das Ostpreußische Landesmuseum und die Hansestadt Lüneburg bedeutet, ist ebenfalls Thema der Veranstaltung.

Studieren als Gast

Leuphana-Gasthörerprogramm startet am 4. April

Am 4. April sind auch Nicht-Studenten als Gasthörer an der Leuphana wieder willkommen. Foto: LGheuteLüneburg, 29.03.2016 - Mit dem neuen Gasthörerprogramm der Leuphana Universität Lüneburg für das Sommersemester 2016 bietet die Universität rund 80 Veranstaltungen aus 13 Themenbereichen. Mit den ausgewählten Seminaren und Vorlesungen wendet sich die Leuphana an alle Interessierten, die sich auf wissenschaftlichem Niveau weiterbilden oder Interessenschwerpunkte vertiefen möchten. Wie schon im vergangenen Jahr sind auch jetzt Flüchtlinge herzlich zur Teilnahme eingeladen. Gasthörer benötigen keine besonderen Schulabschlüsse und müssen keine Aufnahmeprüfung bestehen.

Das Pferd kehrt zurück

Niedersachsenross nach Restaurierung wieder im Wandrahmpark

Die Fachfirma brachte heute das 400 Kilogramm schwere Niedersachsenpferd zurück in den Wandrahmpark. Foto: Hansestadt LüneburgLüneburg, 23.03.2016 - Es war eine Arbeit für Profis. Passgenau musste das neue Traggerüst, das dem Niedersachsenpferd die erforderliche Stabilität verleiht, ins Innere der bronzenen Statue eingearbeitet werden. Im September vergangenen Jahres war das von der Witterung angegriffene Pferd nach Kiel gebracht worden. Nach einem guten halben Jahr aufwändiger Restaurierung kehrte die Plastik heute an ihren alten Platz im Lüneburger Wandrahmpark zurück.