Radbruch wählt neuen Bürgermeister

Achim Gründel und Rolf Semrok hoffen auf das Amt

Radbruch, 16.11.2016 - Wer wird neuer Bürgermeister in Radbruch? Diese Frage steht im Mittelpunkt der konstituierenden Ratssitzung, die am 24. November stattfinden wird. Aufgestellt haben sich der bisherige Bürgermeister Achim Gründel (SPD) und Rolf Semrok (CDU). Während Letzterer das Amt für sich reklamiert, weil seine Partei mit 36,9 Prozent die meisten Stimmen bei der Kommunalwahl im September eingefahren hat, kann Achim Gründel auf die meisten Direktstimmen verweisen. CDU und SPD haben aber auch Gemeinsamkeiten für die künftige Arbeit im Rat entdeckt.

Bei einem Gespräch am 8. November galt es, Gemeinsamkeiten, aber auch unterschiedliche Positionen zu den in Radbruch demnächst anstehenden Themen auszuloten. "Schnell war man sich darüber einig, dass in Radbruch in den nächsten Jahren keine neuen großen Baugebiete mehr ausgewiesen werden sollen, dass man bei Neubauvorhaben auf Innenverdichtung setzt", erklärte der SPD-Fraktionsvorsitzende Michael Stolze nach dem Treffen.

Einigkeit besteht bei folgenden Themen:

  • Neubau des Feuerwehrgerätehauses in der Luhdorfer Straße. Man will gemeinsam dafür Sorge tragen, dass das Gebäude an der Luhdorfer Straße zwischen der K 43 und der Straße Am Rüdel entstehen kann.

  • Gleiches gilt für den TSV Radbruch. Die bereits bestehenden Planungen für den Sportpark an der Bahn sollen ununterbrochen fortgesetzt werden. Spätestens im Jahre 2020 soll das Gelände zwischen Roddauweg und der Straße Am Felde nutzbar sein. 

  • Konsens besteht auch bei der Fortführung von Erschließung und Vermarktung des Gewerbegebietes „Achter de Bahn“ in der bisherigen Form und Vorstellung.

  • Das sogenannte Tunnelprojekt (Umgestaltung des Eisenbahntunnels) soll wie geplant fortgeführt werden.

  • Anpassung der Geschäftsordnung des Rates.

  • Begleitung des Breitbandausbaus in Radbruch. 

Auch im Hinblick auf das Thema Eigenständigkeit der Gemeinde Radbruch in Form der sogenannten „Eingleisigkeit“, d.h. mit einem Bürgermeister an der Spitze, der gleichzeitig Gemeindirektor ist und damit auch weiterhin verantwortlich für die Verwaltung und u.a. den Kindergarten Radbruch ist, ist große Einigkeit angesagt.

"Unabhängig davon, wie die Wahl des Bürgermeisters am 24. November ausgehen wird, den Grünenvertretern kommt bei dieser Sitzung eine hohe Verantwortung zu.
Bei den großen Themen hingegen sind sie in Radbruch nicht, wie möglicherweise erhofft, das Zünglein an der Waage. Die meisten Ziele und Projekte sind bereits im Oktober 2015 im Dorfentwicklungskonzept einstimmig festgelegt", sagte Stolze.

 

 

 

 

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